Waffen und Wünsche

Ministerin mit weißer Weste: Ursula von der Leyen besucht mit Kontingentführer Oberstleutnant Jan Heymann (links) in Erbil die Ausbildungseinrichtung zum Training von Peshmerga-Kämpfern. Bild: dpa

20 000 Gewehre und 1000 Panzerabwehrraketen hat die Bundeswehr den Kurden im Nordirak schon für ihren Kampf gegen den IS geliefert. Verteidigungsministerin von der Leyen schließt bei einem Besuch in der Kurden-Metropole Erbil weitere Hilfe nicht aus. Offen bleibt, um was es gehen könnte.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen prüft weitere Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak für ihren Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat. "Wir haben einen gemeinsamen Feind, und deswegen ist es so wichtig, dass wir geschlossen mit aller Kraft gegen diesen gemeinsamen Feind vorgehen", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag nach einem Gespräch mit Kurden-Präsident Massud Barsani in Erbil. Die Wünsche der kurdischen Peschmerga-Armee werde sie mit nach Berlin nehmen und mit ihren Kabinettskollegen besprechen.

Die Bundeswehr hat bereits 1800 Tonnen Waffen und Ausrüstung an die Kurden geliefert, darunter 20 000 Gewehre und 1000 Panzerabwehrraketen. In den nächsten Tagen sollen 3000 Schutzanzüge für atomare, biologische und chemische Waffen, 2000 Schutzmasken, Funkgeräte und Sanitätsmaterial hinzukommen. Darüber hinaus wünschen sich die Peschmerga aber weitere Waffen. Barsani äußerte sich öffentlich aber nicht dazu.

Vor allem die Panzerabwehrraketen vom Typ "Milan" sind für die Kurden wichtig, weil damit rollende Bomben - mit Sprengstoff beladene Lastwagen - zerstört werden können. Aber auch die Sturmgewehre G36 und G3 sind gefragt. Viele der 150 000 Peschmerga-Kämpfer sind noch mit Kalaschnikow-Gewehren aus Sowjetzeiten ausgerüstet.

Von der Leyen besuchte in Erbil auch das Ausbildungscamp, in dem 95 deutsche Soldaten zusammen mit Verbündeten aus sieben Ländern kurdische Soldaten ausbilden. 4700 Kämpfer haben das Training bereits durchlaufen.
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