Waffenabzug beginnt

Schon vor einem halben Jahr sollten die schweren Waffen von der ostukrainischen Front abgezogen werden - nun ist es wohl so weit. Ist dies der Durchbruch im Ukraine-Konflikt?

Fast zwei Wochen nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Kriegsgebiet Donbass hat das ukrainische Militär nach tagelangem Zögern mit dem Abzug schwerer Waffen begonnen. Der Rückzug der Militärtechnik ist ein zentraler Punkt des Friedensplans für die Ostukraine, der am 12. Februar in Minsk in einem diplomatischen Kraftakt beschlossen worden war.

Allerdings warnte der Generalstab in Kiew die prorussischen Separatisten am Donnerstag: "Die ukrainischen Streitkräfte verbleiben in voller Bereitschaft für die Verteidigung des Landes." Die Aufständischen drohen ihrerseits mit Angriffen, sollten die Waffen doch nicht verlegt werden. Mit dem Waffenrückzug soll eine Pufferzone im Konfliktgebiet entstehen.

Wegen der weiter angespannten Lage in der Ostukraine will nach Großbritannien nun auch Polen möglicherweise Militärberater nach Kiew schicken. Zuvor hatte eine entsprechende Ankündigung Großbritanniens Ärger in Russland ausgelöst.

Weniger Ausmusterungen

Angesichts der Ukraine-Krise überprüft das Bundesverteidigungsministerium seine Kürzungspläne für die großen Waffensysteme der Bundeswehr. Im Herbst 2011 hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) im Zuge der Bundeswehrreform beschlossen, unter anderem die Zahl der "Leopard 2"-Kampfpanzer von 350 auf 225 und die Beschaffung neuer Schützenpanzer "Puma" von 410 auf 350 zu reduzieren.
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