Wagenknecht eckt in Partei mit Terror-Vergleich an
Linke widersprechen

Die Parteiführung der Linken hat sich vom Vergleich der Vizefraktionschefin Sahra Wagenknecht (45) der Anschläge von Paris mit US-Drohnenangriffen distanziert. Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn sagte am Montag in Berlin, es sei immer bedauerlich, wenn irgendwo auf der Welt Menschen unschuldig getötet werden. "Das gilt nicht nur in Paris, sondern das gilt auch anderswo. Aber ich werde die Ereignisse nicht gegeneinander aufrechnen." Wagenknecht hatte in einem Interview gesagt: "Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie auslöscht, ist das ein genauso verabscheuenswürdiges Verbrechen wie die Terroranschläge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erfüllen." Wagenknecht besteht unterdessen darauf, dass ihre Fraktion ab Herbst von einer Doppelspitze geführt wird. Vor einer Klausurtagung erinnerte sie an einen entsprechenden Parteitagsbeschluss.
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