Wahlanalyse
Ministerpräsident Sellering ist SPD-Erfolgsgarant

Schwerin/Mannheim. Die SPD hat ihren Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern nach einer ersten Analyse vor allem dem sehr beliebten Ministerpräsidenten Erwin Sellering zu verdanken, erklärte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen am Sonntagabend. Drei Viertel der Wähler hätten ihm eine gute Regierungsarbeit bescheinigt. "Dass die SPD stärkste Kraft bleibt, verdankt sie hohem Vor-Ort-Ansehen, guter Regierungsarbeit, Sachkompetenz und allen voran Erwin Sellering." Seine Reputation liege auf einer Skala von plus 5 und minus 5 bei 2,4. 78 Prozent finden, dass er gute Arbeit geleistet hat.

Die CDU mit Spitzenmann Caffier, die hinter der AfD auf Rang drei zurückfiel, konnte mit ihrem Koalitionspartner SPD nicht mithalten. Caffier erhielt wesentlich schwächere Werte als Sellering. Weiter heißt es in der Analyse: "Neben Kandidaten-Plus und einem hervorragenden Ansehen als Landespartei bekommt die SPD für ihre Arbeit in der rot-schwarzen Koalition sichtbar bessere Noten als die CDU."

Das Thema Flüchtlinge und Asyl ist anders als im Bund oder bei den Landtagswahlen im März diesmal nur zweitwichtigstes Thema - Jobs sind auf Platz eins. Hier bekommt die SPD 25 Prozent Zustimmung, die CDU 18 und die Linke 8. "Die AfD hat hier für 17 Prozent die besten Konzepte, bleibt bei den Parteikompetenzen ansonsten aber wie gewohnt sehr schwach und gilt auch perspektivisch nicht als gewinnbringende Alternative: Könnte die AfD nach der Wahl mitbestimmen, würde sie für nur 14 Prozent bessere, aber für 59 Prozent aller Wahlberechtigten schlechtere Politik machen als die anderen Parteien."
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