Wahlkampfleiter Trumps tritt zurück
Manafort geht

Neue Probleme für Donald Trump. Sein bisheriger Wahlkampfleiter Manafort wirft hin. Für den Republikaner könnte das auch eine Notbremse sein.

Washington. Gut elf Wochen vor der US-Wahl kämpft Donald Trump weiter mit schweren internen Turbulenzen. Am Freitag trat Paul Manafort zurück, bisheriger Leiter seines Wahlkampfteams. Das bestätigte der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner in einer Mitteilung. Manafort stand zuletzt wegen Berichten über finanzielle Verstrickungen in der Ukraine unter erheblichem Druck. Er wurde laut einem Bericht der "New York Times" 22 Mal in einer Liste "schwarzer Konten" einer prorussischen Partei in der Ukraine genannt. Trumps wohlwollende Äußerungen zu Russland sind seit Wochen ein Thema im Wahlkampf. Manafort war erst im März an Bord geholt worden und stand seit April an der Spitze. Er ist seit Jahrzehnten umtriebiger Lobbyist in der internationalen Politik.

Erst am Mittwoch hatte Trump als neue Spitze des Wahlkampfteams Stephen Bannon installiert. Gut 80 Tage vor der Wahl liegt der Republikaner Trump in allen relevanten Umfragen hinten. Er braucht dringend neuen Erfolg. Nach dem Umbau seines Teams hatte der sonst so aggressive Trump mit einem ungewohnten Eingeständnis überrascht: "Manchmal, in der Hitze der Debatte, und wenn man über viele Dinge gleichzeitig spricht, wählt man nicht die richtigen Worte, oder man sagt das Falsche. Das ist mir passiert. Und glaubt es oder nicht, ich bereue das", sagte er in North Carolina. Neben Bannon hat er die Umfragespezialistin Kellyanne Conway an Bord geholt. Sein jüngster Auftritt könnte nun bereits ihre Handschrift getragen haben.

Die US-Demokraten wollen Trump gesetzlich zwingen, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Der Milliardär weigert sich seit Monaten, seine Steuererklärung zu veröffentlichen, so wie es für Präsidentschaftskandidaten üblich ist.
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