Washington kritisiert Aktivitäten Pekings auf Inseln im Südchinesischen Meer
Auf Konfrontationskurs

Pekings Muskelspiele im Südchinesischen Meer führen die Supermächte China und die USA auf Konfrontationskurs. Beim verbalen Schlagabtausch auf der wichtigsten Sicherheitskonferenz in Asien legte US-Verteidigungsminister Ashton Carter am Samstag mit scharfen Tönen vor. Die USA sähen Chinas Militäraktivitäten zur Verteidigung seiner territorialen Ansprüche im Südchinesischen Meer mit großer Sorge.

Peking vergrößert gerade das Fiery Cross-Riff (chinesisch: Yongshu Jiao) durch Landaufschüttungen und hält Fischer und Marineschiffe aus anderen Ländern auf Distanz. Nach Satellitenbildern zu urteilen, entsteht dort eine 3000 Meter lange Landebahn für Militärjets. Auf dieses und andere Riffe und Inseln erheben auch andere Länder Ansprüche. Das Gebiet zwischen Vietnam, Malaysia und den Philippinen gilt als reich an Rohstoffen. Carter forderte einen sofortigen Baustopp. Der stellvertretende chinesische Generalstabschef Sun Jianguo wischte dies am Sonntag vom Tisch. Die Aktivitäten dienten dem Umweltschutz, wissenschaftlicher Forschung sowie meteorologischen Messungen. Von dort aus könne China besser seinen Verpflichtungen bei Desastern und Naturkatastrophen gerecht werden und betonte: "Wir werden unseren Souveränität resolut verteidigen."

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) warb auf der Konferenz für eine engere sicherheitspolitische Kooperation zwischen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean und der Europäischen Union. Vietnam, die Philippinen und Malaysia sind Mitglieder der Asean.
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