Washington verhängt Sanktionen wegen Unterdrückung von Oppositionellen
USA stellen Venezuela an Pranger

Die ohnehin stark belasteten Beziehungen zwischen den USA und dem sozialistisch regierten Venezuela steuern auf einen neuen Tiefpunkt zu. US-Präsident Barack Obama wertete die Lage in dem Land als "außergewöhnliche Bedrohung" für die nationale Sicherheit der USA. Hintergrund ist das harte Vorgehen der Behörden in Caracas gegen Oppositionelle und Regierungskritiker. Nicolás Maduro, der Staatschef Landes, das trotz Ölreichtums in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt, reagierte am Dienstag heftig. Obama repräsentiere die "imperialistische Elite" der USA und wolle ihn stürzen, schimpfte Maduro. Obama erinnere ihn an Frankenstein, die Sanktionen seien die "größte Aggression" der USA gegen sein Land. Zugleich sind die USA aber einer der wichtigsten Abnehmer venezolanischen Öls und damit ein wichtiger Devisenbringer. Der Schlagabtausch zwischen Washington und Caracas könnte auch die Wiederannäherung zwischen den USA und Kuba nach 50 Jahren Eiszeit erschweren. Die US-Sanktionen seien "willkürlich und aggressiv", schrieb die kubanische Regierung in der kommunistischen Parteizeitung "Granma". Revolutionsführer Fidel Castro wandte sich persönlich an Maduro. "Ich beglückwünsche Dich zu Deiner brillanten und mutigen Rede gegen die brutalen Pläne der US-Regierung", schrieb er in einem Brief.
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