Wedomosti
Pressestimmen

Zum niederländischen Bericht über den Abschuss von MH17 über der Ukraine schreibt die russische Wirtschaftszeitung:

Das Flugzeug wurde getroffen von einem Sprengkopf Typ 9N314M, montiert auf eine Rakete der Serie 9M38, abgeschossen von einem Raketen-Flugabwehrsystem Buk. Flüge wurden nicht umgeleitet, weil die ukrainischen Behörden nicht so weit dachten, dass die Zivilluftfahrt gefährdet sein könnte, weil Flugzeuge höher fliegen, als übliche Abwehrsysteme reichen. Die Verantwortung dafür ... liegt bei der Ukraine. ... Die Schlussfolgerungen sind sehr zurückhaltend, aber sie sind das, was die internationale Gemeinschaft nicht mehr anzweifeln sollte. Der Bericht stellt klar, dass alle anderen Versionen des Hergangs geprüft und ausgeschlossen wurden.

Hospodárské noviny

Die Zeitung aus Prag kommentiert zum MH17-Untersuchungsbericht:

Nach fast eineinhalb Jahren haben die niederländischen Behörden ihren Untersuchungsbericht ... veröffentlicht. Absturzursache war eine Buk-Rakete, ein von Russland hergestelltes Luftabwehrsystem. Der Absturz ... muss eine Mahnung sein. Sollte auch nur ein vernünftiger Mensch weiter Illusionen über Wladimir Putins Russland hegen, dann muss man ihn an die verwerfliche Verlogenheit Moskaus im Hinblick auf fast 300 tote Flugzeugpassagiere erinnern. Putin kann kein Partner in internationalen Fragen sein.

Rheinische Post

Das Blatt aus Düsseldorf merkt an:

Das Gremium hat sich auf die reinen Fakten konzentriert. Schlussfolgerungen, Spekulationen oder gar Propaganda blieben außen vor. Immerhin ist nun unumstößlich klar, dass eine Buk-Rakete russischer Produktion den Jet getroffen und fast 300 Menschen in den Tod gerissen hat. Moskauer Vertuschungsversuche unter anderem mit einem angeblichen Satellitenfoto, das ein ukrainisches Jagdflugzeug beim Abschuss zeige, sind damit zwar als Fälschung entlarvt - aber nun einmal kein Beweis, dass der Hauptverantwortliche im Kreml zu finden ist.
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