Weitere Syrien-Gespräche geplant
UN wollen Neustart

Genf/Damaskus. Die UN wollen trotz der gescheiterten Waffenruhe in Syrien die festgefahrenen Friedensverhandlungen wiederbeleben. Es solle möglichst bald von separaten Gesprächen zu direkten Verhandlungen zwischen der Regierung und den Rebellen übergegangen werden, sagte der stellvertretende UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Ramzy Ezzeldin Ramzy, am Donnerstag in Genf.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon habe den Syrien-Sonderbeauftragten Staffan de Mistura um die Vorbereitung einer neuen Gesprächsrunde gebeten. Nach Ende der Feuerpause wollen die USA und Deutschland die neu aufgeflammte Gewalt mit einer Flugverbotszone eindämmen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier unterstützte am Mittwoch in New York den Vorschlag seines US-Kollegen John Kerry eines "zeitlich begrenzten, aber vollständigen Verbots aller militärischer Flugbewegungen über Syrien - mindestens für drei, besser für sieben Tage." Auch Vize-Kanzler Sigmar Gabriel begrüßte bei seinem Moskau-Besuch den Vorschlag. Aber nur zwei Nationen könnten diesen durchsetzen. "Und das sind die USA und Russland."

Die Vereinten Nationen nahmen ihre Hilfe am Donnerstag trotzdem wieder auf. Ein Transport mit Nahrung und Medizin sei unterwegs. Auf den Schlachtfeldern gab es am Donnerstag wieder heftige Kämpfe. In Aleppo berichteten die "Weißhelme" von mehr als 200 Luftangriffen.
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