Weitere Urnengänge in den USA

Für die Demokraten in den Vereinigten Staaten sind die Wahlen eine schwere Schlappe, für Kiffer ein Siegeszug. Die US-Bürger mussten über zahlreiche andere Themen und politische Ämter abstimmen.

Marihuana: 2012 waren Colorado und Washington Vorreiter für die Freigabe der Droge. Nun stimmten auch Alaska und Oregon für die Legalisierung. Danach dürfen Bürger ab 21 Jahren in Oregon das Rauschmittel besitzen und bei sich zu Hause vier Cannabis-Pflanzen anbauen, in Alaska sind es sogar maximal sechs Pflanzen. Das regulierte Geschäft soll besteuert werden. Auch in Washington D.C. ist Kiffen nun legal.

Washington: Die US-Bundeshauptstadt erhält zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder eine Bürgermeisterin. Die Demokratin Muriel Bowser (42) schlug in der Nacht zum Mittwoch zwei unabhängige Gegenkandidaten mit einem Vorsprung von fast 20 Prozent, wie die "Washington Post" berichtete. Damit bleibt die Stadt ihrer Tradition als liberale Metropole treu. Neben Washington wurden in 172 weiteren US-Städten Bürgermeister gewählt.

Limonaden: Berkeley in Kalifornien führt als erste Stadt in den USA im Kampf gegen den hohen Zuckerkonsum eine Limo-Steuer ein. Eine in den USA handelsübliche 350-Milliliter-Dose soll mit dem Aufschlag etwa 12 US-Cent mehr kosten.

Fracking: Die Wähler der kalifornischen Bezirke Mendocino und San Benito stimmten für das Verbot der Gasförderung in tiefen Gesteinsschichten unter Einsatz von Chemikalien. Als erste Stadt im Öl-Staat Texas führte Denton ein Verbot ein. Die Gas-Förderung durch Fracking ist in den USA weit verbreitet, in Europa ist die Methode sehr umstritten.

Abtreibungsgesetze: In Colorado ist eine Initiative gescheitert, die Ungeborene unter den Definitionen "Person" und "Kind" ins Strafrecht eingeschlossen hätte. Gegner des Vorschlags warnten, dass dies die Abtreibungsfreiheit einschränken könnte. (dpa)
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