Welthungerhilfe
Verspätete Hilfe kostet Leben

Würde Hilfe früher kommen, müssten Kinder wie der zweijährige Mohammed im Jemen nicht wegen Unterernährung behandelt werden. Archivbild: dpa

Berlin. Die verspäteten Reaktionen auf die Hungerkrisen im Jemen und am Horn von Afrika haben nach Einschätzung der Welthungerhilfe unnötiges Leid verursacht und die Kosten in die Höhe getrieben. "Wir wissen aus Erfahrung, dass wir bei frühem Eingreifen sowohl die Schäden vor Ort als auch die Kosten für die Hilfe extrem reduzieren können", sagte der Vorstandsvorsitzende der privaten Hilfsorganisation, Till Wahnbaeck, in Berlin. Die internationale Krisenreaktion funktioniere leider meist nach dem Motto: Frühe Warnung, keine Aktion. "Wir wissen inzwischen, dass jeder Euro vor der Krise uns vier bis fünf Euro nach der Krise spart." Eine Möglichkeit, eine rechtzeitige Hilfe sicherzustellen, wäre eine dauerhafte Risikovorsorge, etwa über einen Dürre-Fonds.

Die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, sagte an die Adresse der Leugner des Klimawandels: "Die Daten sind eindeutig." In Afrika seien die Folgen des Klimawandels jetzt schon sehr deutlich zu erkennen. Die Welthungerhilfe nahm 2016 nach eigenen Angaben durch Spenden und institutionelle Zuschüsse knapp 264 Millionen Euro ein. Das sind fast 50 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
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