Wie weit geht der Papst in den USA?

(dpa) Papst Franziskus hat zum Abschluss seiner viertägigen Kuba-Reise für die versöhnende Kraft der Kirche in dem sozialistischen Land geworben. Er wünsche sich eine Kirche, "die aufbricht, um Brücken zu spannen, Mauern zu durchbrechen und Versöhnung auszusäen", sagte der Argentinier am Dienstag in Santiago de Cuba. Dort feierte er eine Messe im Nationalheiligtum "Virgen de la Caridad del Cobre", die vor 100 Jahren von Papst Benedikt XV. zur Schutzpatronin der Kubaner erklärt worden war.

Nach dem viertägigen Kuba-Aufenthalt folgt der mit Spannung erwartete Besuch in den USA. Dort sind viele politische Termine geplant, unter anderem wird Franziskus als erster Pontifex vor dem US-Kongress in Washington sprechen. Der Vatikan spielte eine Schlüsselrolle bei der diplomatischen Annäherung zwischen den USA und Kuba, für deren Fortführung Franziskus in Kuba warb.

Mit Spannung wird erwartet, ob er sich auch zu dem seit 55 Jahren bestehenden US-Handelsembargo äußern wird. Es soll zwar gelockert, aber nicht komplett aufgehoben werden. Kubas Staatschef Raúl Castro nannte das Embargo im Beisein des Papstes "grausam".
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