Wiederholung der Bundespräsidentenwahl
Österreich rätselt

Wien. Nach der Annullierung der Präsidentenwahl in Österreich erscheint der Ausgang der neuen Stichwahl völlig ungewiss. Meinungsforscher und Polit-Experten zeigten sich am Wochenende uneinig, ob der von den Grünen unterstützte Sieger der annullierten Wahl, Alexander Van der Bellen, oder der Kandidat der rechten FPÖ, Norbert Hofer, die besseren Karten habe. "Seriöserweise können wir das jetzt überhaupt nicht einschätzen. Es gibt keine Erfahrungswerte", sagte Meinungsforscher Peter Hajek.

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) sprach sich gegen den Vorschlag aus, die Wiederholung der Präsidenten-Stichwahl unter Aufsicht internationaler Beobachter zu stellen. "Es geht jetzt um den Ruf unseres Landes." Die Einladung externer Experten würde einen falschen Eindruck erwecken. Auch die FPÖ hatte nicht von Wahlfälschung gesprochen. Österreich könne selbst mit dem Problem umgehen, sagte er.

Innenminister Wolfgang Sobotka und Außenminister Sebastian Kurz (beide ÖVP) wollten Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) einladen, um den korrekten Ablauf der Wahl sicherzustellen.
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