Wirtschaftsvertreter wettern gegen Mindestlohn
Nicht "gängeln"

Wirtschaftsvertreter haben dem Arbeitsministerium beim Mindestlohn Gängelung, Bürokratiewahnsinn und wirtschaftsfeindliche Ideologie vorgeworfen. Der Parlamentskreis Mittelstand der Unionsfraktion hatte zu einer Veranstaltung im Bundestag eingeladen. Der Vorsitzende des Kreises, Christian Freiherr von Stetten, kritisierte "Chaos in der Umsetzung" der Mindestlohnregeln - und rannte bei Vertretern mehrerer Branchen offene Türen ein. So forderte eine Vertreterin des Gastronomieverbands Dehoga: "Statt Generalverdacht und Gängelung erwarten wir Verständnis für die Hoteliers." Ein Vertreter der Schausteller sagte: "Wir brauchen keine Gesetzgebung, die uns in die Illegalität treibt." Nötig seien Ausnahmen vom Mindestlohn für seine Branche. "Der Mindestlohn ist für das Schaustellergewerbe fast nicht leistbar." Ein Vertreter der Bauwirtschaft wandte sich gegen längere Prüfungen der Wirkung der 8,50-Euro-Lohnuntergrenze: "Das kann ich gerne dem Ministerium vortragen, was da an Ärger aus den Unternehmen kommt."
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