Zahl der hungernden Menschen deutlich gesunken: Dennoch 800 Millionen zu viel
Dem Krieg folgt Hunger

Die Zahl der weltweit hungernden Menschen hat sich verringert. Nach dem am Montag veröffentlichten Welthunger-Index des Internationalen Forschungsinstituts für Ernährungs- und Entwicklungspolitik ist der Anteil der Unterernährten an der Weltbevölkerung seit 2000 von 18,5 auf 13,1 Prozent gesunken.

Allerdings starben immer noch 600 000 Menschen bei Hungersnöten. Die Zahl hungernder Menschen liegt bei 795 Millionen. Die Welthungerhilfe rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, mehr für die Bewältigung bewaffneter Konflikte zu tun. "Konflikte wie in Syrien, dem Irak oder im Südsudan sind die größten Hungertreiber", sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Diekmann. 172 Millionen Menschen sind von Konflikten betroffen.

Vor allem in Südamerika, Asien und Osteuropa hat sich die Situation der Langzeitstudie zufolge verbessert. In 52 Ländern ist die Lage aber weiterhin ernst oder sehr ernst. Vor allem Afrika und Südasien sind weiterhin von Hungersnöten betroffen.

Am schlimmsten ist die Situation in Sambia im südlichen Afrika und in den afrikanischen Bürgerkriegsländern Tschad und Zentralafrikanische Republik. Es folgen Madagaskar, Sierra Leone, der Karibikstaat Haiti sowie Afghanistan und Osttimor in Asien.
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