Zu wenige Lehrer für Flüchtlingskinder
Riesige Bedarfslücke

Berlin. Die Bundesländer haben offenkundig große Mühe, angesichts von gut 300 000 Flüchtlingskindern in Deutschland die notwendigen neuen Lehrer bereitzustellen. Nach Angaben des Deutschen Philologenverbandes werden nach derzeitigem Stand rund 7500 neue Stellen geschaffen - ein Drittel des Bedarfs von gut 20 000 Lehrern, den die Kultusministerkonferenz (KMK) allein für den Andrang von Flüchtlingskindern 2014/15 errechnet hat. Die Länder sind in Deutschland für die Schulpolitik zuständig.

"Was wir brauchen, ist ein Masterplan, ein Integrationskonzept, wie Flüchtlingskinder in der Schule so fit gemacht werden, dass sie Abschlüsse erreichen", sagte Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Gymnasiallehrerverbandes. "Dafür müssen wir vom reinen Auf-Sicht-Fahren wegkommen. Es fehlt an einem langfristigen Konzept."

Laut Umfrage der "Bild"-Zeitung in den Bildungsministerien planen die 16 Länder bisher insgesamt 7835 zusätzliche Lehrer ein, die meisten in Bayern (1700) und Nordrhein-Westfalen (1200). "Um genügend Lehrer zu finden, müsste es bereits jetzt eine zweite Einstellungswelle geben", sagte GEW-Chefin Marlis Tepe.
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