Zukunft des Bundespräsidenten
Gauck laut "Bild" gegen zweite Amtszeit

Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck soll sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung gegen eine zweite Amtszeit entschieden haben. Wie das Blatt am Freitagabend unter Berufung auf politische Kreise in Berlin berichtete, wolle der 76-Jährige am Montag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Abendessen unter vier Augen in seinem Amtssitz Schloss Bellevue seine Beweggründe ausführlich erläutern. Am Dienstag wolle er seine Entscheidung der Öffentlichkeit bekanntgeben.

Zu den Gründen für seinen Verzicht zählen laut "Bild" Gaucks fortgeschrittenes Alter und gesundheitliche Beschwerden. Die Sprecherin des Bundespräsidenten sagte am Abend, das Präsidialamt bleibe bei seiner Linie, zu solchen Berichten nicht Stellung zu nehmen. Gauck hatte eine Entscheidung bis zum Frühsommer angekündigt. Union, SPD und Grüne befürworteten eine zweite Amtszeit, auch Merkel sprach sich für eine Wiederwahl aus.

Zuletzt meinten auch 70 Prozent der Bundesbürger in einer Umfrage, Gauck solle weitermachen. Die Bundesversammlung, die das Staatsoberhaupt wählt, tritt am 12. Februar 2017 zusammen. Auf einer China-Reise im März sagte Gauck, es sei ein schönes Gefühl zu spüren, dass viele Menschen sich eine Fortsetzung seiner Arbeit wünschten. "Dabei muss man aber auch seine eigenen physischen und psychischen Kräfte bedenken", sagte er.
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