Zulauf für Zugzwang

Der Kletterturm im Freibereich der Boulderhalle kann mit wechselnden Routen bestückt werden. Der Verein "Zugzwang" verzeichnet einen starken Zulauf. Bild: swt

Erfolgsstory Boulderverein "Zugzwang": 108 Mitglieder hat der Kletterverein bereits ein Jahr nach seiner Gründung. In die Auerbacher Boulderhalle strömten in ihrem ersten halben Jahr schon 1700 Besucher.

Gute Zahlen nannte Vereinsvorsitzender Detlef Müller in seiner ersten Jahreshauptversammlung. Damit widerlegte er viele Bedenken gegen das Projekt. Im Stadtrat und auch unter den Bürgern war die Boulderhalle mit Skepsis gesehen worden. Doch die Zahlen beweisen, es war die richtige Entscheidung.

26 Gründer

Vor knapp einem Jahr hatten 26 "Gründungswillige" den Verein in Steinamwasser ins Leben gerufen. Zweck war der Betrieb der Boulderhalle. Fünf Monate ehrenamtliche Arbeit erweckten die Katakomben unter der Helmut-Ott-Halle schließlich zum Leben.

Seit der Einweihung der Boulderanlage am 9. Juni erfreut sich die Trendsportart einer zunehmenden Bedeutung. "Wir hofften, im ersten Jahr 50 Mitglieder zu bekommen, wir sind mehr als stolz auf die jetzigen Zahlen." Weitere Anfragen von Kletterern lägen schon vor. 67 Mitglieder nutzen eine Jahreskarte, der Großteil davon seien Anfänger, erklärte der Vorsitzende.

29 Mitglieder sind unter 18 Jahre alt, 26 machen Hallendienst. "Es hat sich eine kleine Szene gebildet, neue Kletterpartner fanden sich, auch eine Frauengruppe am Dienstag gibts." Jeder, der eine Jahreskarte hat, darf auch Gäste mitbringen. Bewährt hat sich hier ein Briefkasten, in den die Gäste ihren Beitrag einwerfen können. An den geöffneten Tagen seien durchschnittlich 13 Fans in der Halle, zwischendurch schon mal 20 bis 25 Kletterer vor Ort. Neu ist der Internetauftritt des Vereins.

Erfreut waren die Mitglieder über die Betreuung des Kletterturms beim Altstadtfest - dies zog eine Spende der Raiffeisenbank über 1000 Euro nach sich. Neue Griffe im Wert von 500 Euro spendeten die Jungen Freien Wähler aus dem Erlös der Beachparty. In einer größeren Aktion reinigten die Vereinsmitglieder Anfang November weitere Griffe und montierten neue Routen.

Eine solide finanzielle Basis bestätigte Kassier Patrick Lehner. Zehn Prozent der Eintrittseinnahmen gehen an die Stadt (für die Nutzung der Halle), der Rest wird größtenteils investiert. Die Prüfer Michael Ziebell und Holger Eckert bescheinigten einwandfreie Kassenführung. Die Jahreshauptversammlung soll künftig im ersten Quartal des Jahres sein. Geplant hat der Verein am letzten Adventswochenende ein "Weihnachtsbouldern". Bei kostenlosem Glühwein und Gebäck sowie freiem Eintritt sollen Bürger die Möglichkeit zum Kennenlernen des Sports bekommen. Detlef Müller dankte dem städtischen Bauhof für Unterstützung. Geöffnet hat die Boulderhalle Mittwoch und Freitags von 18 bis 22 Uhr und Sonntags von 14 bis 18 Uhr.

"Nichts entschieden"

In diesem Zusammenhang erkundigte sich unsere Zeitung im Rathaus, ob es 2015 wieder einen Deutschen Bouldercup in Auerbach geben wird. Bürgermeister Joachim Neuß dazu: "Hier ist noch nichts entschieden, sowohl vom DAV als auch auf städtischer Seite."
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