Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung
AOK fürchtet Anstieg

Berlin. Die Zusatzbeiträge für gesetzlich Krankenversicherte werden nach Ansicht der AOK-Spitze in den nächsten drei Jahren spürbar steigen. "Die Krankenkassen werden auch 2017 die Zusatzbeiträge anheben müssen - um durchschnittlich 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte", sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, der "Bild"-Zeitung. Grund seien steigende Kosten. Allein in dieser Legislaturperiode lägen die Mehrausgaben der Kassen bei rund 40 Milliarden Euro. "Das ist soviel wie nie", sagte Litsch. "Wenn hier nicht endlich mit richtigen Strukturreformen gegengesteuert wird, ist in den Jahren 2018 und 2019 mit ähnlichen Erhöhungen zu rechnen." Die Politik sei gefordert, unter anderem Überkapazitäten in Krankenhäusern abzubauen.

Um Kosten und Ressourcen zu sparen, wollen die Ärzte die Arzt-Besuche von Patienten besser steuern. "Im Durchschnitt geht in Deutschland jeder Patient 17 Mal zum Arzt, entweder zum selben oder zu mehreren. Das sind sehr viele Kontakte - und längst nicht alle sind notwendig", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen.
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