Zwischen Athen und Geldgebern knirscht es weiter
Mühsam zum Gipfel

Auf der Zielgeraden für die Griechenland-Rettung gibt es neue Hürden. Bei den Gesprächen mit den Gläubigern verlangte die griechische Regierung am Mittwoch eine Verlagerung der Schulden auf den Euro-Rettungsschirm ESM, was die Geldgeber ablehnen. Das verlautete am Abend aus Diplomatenkreisen. Es gebe noch eine Menge ungelöster Probleme. "Der Stand der Vorbereitung ist nicht so, dass man optimistisch sein kann, dass wir heute ein Ergebnis erzielen", sagte zuvor Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die Finanzminister vertagten ihr Treffen nach rund eineinhalb Stunden auf heute.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras kam kurzfristig nach Brüssel, um über Eckpunkte des Spar- und Reformpakets zu verhandeln. "Wir machen Fortschritte, aber wir sind noch nicht am Ziel", resümierte der Vize-Chef der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis.

Einige der von Griechenlands Geldgebern geforderten Maßnahmen sind in Regierungskreisen in Athen als sozial ungerecht zurückgewiesen worden. Die Gläubiger hätten bei den Verhandlungen in Brüssel am Mittwoch neue Vorschläge unterbreitet, die griechische Rentner und Arbeitnehmer weiter belasten würden, verlautete am Abend aus Regierungskreisen. Athen könne solchen Maßnahmen nicht zustimmen. Tsipras setze seine Gespräche in Brüssel dennoch fort. Um welche Forderungen der Gläubiger es genau ging, wurde zunächst nicht bekannt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.