Kommentar zum Dragoon Ride
Straßenmarsch der US-Armee auch fürs Erinnerungsalbum

Die armen amerikanischen Soldaten - 1800 Kilometer weit in einem Konvoi zu fahren, ist wahrlich kein Vergnügen, auch nicht im relativ komfortablen Radpanzer vom Typ "Stryker". Doch das Wohlbefinden der Kavalleristen ist bei dieser Aktion der US-Streitkräfte ohnehin nicht ausschlaggebend. Allerdings dürfte so manch ein Teilnehmer noch in Jahren stolz von der langen Fahrt erzählen.

Der US-Armee geht es um eine Machtdemonstration in Richtung Russland und um eine Geste an die Osteuropäer, wenngleich der militärische Wert eher gering scheint. Doch sobald die Panzer rollen, dürfte das Medien-Echo in Litauen, Estland, Polen und der Tschechischen Republik entsprechend groß ausfallen.

Der "Dragoon Ride" (Dragoner-Ritt), wie das US-Heer den Straßenmarsch der Vilsecker nennt, ist aber auch eine Mahnung an die alten Nato-Mitglieder, allen voran Deutschland. "Seht her, was wir können", lautet die amerikanische Botschaft. Denn aus Sicht der USA üben die Verbände der Bundeswehr im Vergleich zu ihren eigenen Streitkräften zu wenig.

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