Kritik an Gabriels Lob für Präsident al-Sisi

Kairo/Berlin. Mit einem Lob für den umstrittenen ägyptischen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi hat sich Vizekanzler Sigmar Gabriel zuhause harte Kritik der Opposition eingehandelt. Bei einem Besuch in Kairo hatte der SPD-Vorsitzende den Mann aus dem Militär trotz massiver Kritik an undemokratischen Zuständen als "beeindruckenden Präsidenten" bezeichnet. Grüne und Linke warfen der Bundesregierung daraufhin am Montag vor, autoritäre Herrscher zu hofieren.

Linke-Chef Bernd Riexinger sagte: "Ich finde, die deutsche Regierung sollte kein Despoten-Fanclub sein." Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir sagte, die Bundesregierung habe ein Problem im Umgang mit autoritären Herrschern wie al-Sisi oder dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Gabriels Sprecher Tobias Dünow sagte: "Es soll gelegentlich vorkommen, dass Zitate, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, Anlass zu Missverständnissen geben." Der Wirtschaftsminister hatte am Sonntag auch die Menschenrechtslage kritisiert.
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