Regierungsbildung
Katalanen raufen sich zusammen

Die separatistischen Parteien in Katalonien haben sich wenige Stunden vor dem Ablauf einer Frist doch noch auf die Bildung einer Regierung in der nordostspanischen Region geeinigt. Sie verständigten sich darauf, dass der bisherige Bürgermeister von Gerona, Carles Puigdemont, neuer Ministerpräsident werden soll. Der scheidende Regierungschef Artur Mas verzichtete auf eine neue Kandidatur.

Puigdemont wurde am Sonntagabend vom Regionalparlament mit 70 zu 63 Stimmen bei zwei Enthaltungen zum Ministerpräsidenten gewählt. Der bisherige Bürgermeister von Gerona kündigte an, einen Prozess der Abspaltung Kataloniens von Spanien einzuleiten. Die Separatisten wollen die Trennung innerhalb der nächsten 18 Monate bewerkstelligen. Die Zentralregierung kündigte an, dass sie eine Abspaltung unter keinen Umständen zulassen werde.
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