Russische Jagdflugzeuge verfolgen über Syrien deutsche Tornados
Moskauer Schatten

Ein Bundeswehr-Aufklärungsflugzeug vom Typ Tornado startet. (Foto: dpa)
İncirlik Mahallesi (Türkei): Air Base Incirlik |

Weiden/Incirlik. Die deutschen Tornado-Aufklärungsflugzeuge werden bei ihren Flügen über Syrien regelmäßig von russischen Jagdflugzeugen verfolgt. Dies sagte der Kommandeur des Zentrums Luftoperationen der Bundeswehr in Kalkar, Generalleutnant Joachim Wurdack, der "Rheinischen Post". Es habe keine Zwischenfälle gegeben, die Begegnungen würden professionell ablaufen, betonte der General. Er wertet diese Moskauer Schatten als politische Demonstration.

Die Russen dürfte aber auch ein zweiter Punkt interessieren. Unter den sechs Tornados sind auch zwei Tornado ECR. Diese sind besonders für das Aufspüren und Zerstören gegnerischer Radarstellungen ausgelegt. Die Luftwaffe setzte sie dazu im Jahr 1999 erfolgreich im Kosovo-Krieg ein. Neben der syrischen gibt es auch modernste russische Luftabwehr. Um diese zu erkennen und deren Daten in die Computer einzuspeisen, dürften auch die Erkundungsflüge zu Beginn des Einsatzes gedient haben.

Die internationale Anti-IS-Koalition beunruhigt die Möglichkeit ungewollter Zwischenfälle, etwa wenn sich ein Pilot - egal welcher Nation - bedroht fühlen sollte. Zumal auch die syrische Luftwaffe aktiv ist. Die Tornados verfügen zum Selbstschutz "über zwei Bordkanonen 27 Millimeter Mauser und Luft-Luft-Lenkflugkörper vom Typ ,Sidewinder'".
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