Tunesien, Marokko und Algerien
"Sichere" Maghrebstaaten

Berlin/Athen/Rom. Die Regierung hält trotz Menschenrechtsverletzungen an ihrer Einstufung von Tunesien, Marokko und Algerien als "sichere Herkunftsländer" fest. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) warb am Donnerstag im Bundestag für seinen Gesetzentwurf. Gleichzeitig räumte er "Defizite im Hinblick auf die Menschenrechte" in diesen drei Maghrebstaaten ein. Die Zahl der Flüchtlinge, die von der türkischen Küste zu den griechischen Inseln übersetzen, geht unterdessen weiter zurück. Innerhalb von 24 Stunden seien lediglich 30 Neuzugänge registriert worden, teilte der griechische Stab für die Flüchtlingskrise am Donnerstagmorgen mit.

Papst Franziskus begegnet bei seinem Besuch auf der griechischen Insel Lesbos am Samstag Hunderten Flüchtlingen und isst mit einigen von ihnen zu Mittag. Der Pontifex trifft im sogenannten Hotspot zur Erstaufnahme in Moria etwa 150 Kinder und Jugendliche und weitere 250 Asylbewerber, wie Vatikan-Sprecher Federico Lombardi in Rom sagte. Franziskus will bei der Visite gemeinsam mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. und dem orthodoxen Erzbischof Hieronymus II. das Erstaufnahmelager besuchen.
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