0:2-Rückstand im Davis-Cup-Erstrundenduell - Struff kämpft, Kohlschreiber chancenlos
Klarer Vorteil für Frankreich

Jan-Lennard Struff (rechts) und der Franzose Gilles Simon klatschen sich ab: Die beiden Kontrahenten gingen über fünf Sätze - mit dem glücklicheren Ende für den Franzosen. Bild: dpa
Dem deutschen Davis-Cup-Team droht der bittere Gang in die Abstiegsrelegation. Im Erstrundenduell mit Frankreich liegt die Mannschaft des neuen Kapitäns Michael Kohlmann nach dem ersten Tag mit 0:2 zurück und muss damit die restlichen drei Partien gegen den Vorjahresfinalisten gewinnen, um doch noch wie im Vorjahr den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen - ein wohl aussichtsloses Unterfangen. Bislang sind Benjamin Becker und Andre Begemann für die Partie an diesem Samstag (13.00 Uhr/Sat1 Gold) vorgesehen.

In der voll besetzten Frankfurter Fraport Arena verpasste Debütant Jan-Lennard Struff zunächst eine Überraschung gegen den französischen Spitzenspieler Gilles Simon nur hauchdünn. Struff musste sich trotz einer ganz starken Leistung nach fast viereinhalb Stunden mit 6:7 (4:7), 6:2, 7:6 (7:1), 2:6, 8:10 geschlagen geben.

Danach stand Kohlschreiber gegen Gael Monfils auf verlorenem Posten. Die gesundheitlich noch angeschlagene Nummer eins unterlag dem französischen Tennis-Exzentriker mit 4:6, 5:7, 6:7 (4:7). Kohlschreiber versuchte gegen Monfils zwar alles. Dem Augsburger waren die Nachwirkungen seiner fiebrigen Erkältung aber anzumerken. "Ich habe nicht mein bestes Match gezeigt, das brauchst du aber, um gegen einen so guten Spieler zu gewinnen", sagte er. Struff hatte zuvor eines der besten Spiele seiner Karriere absolviert. "Natürlich freu' ich mich über ein gutes Match. Aber am Ende überwiegt die Enttäuschung, dass ich die Partie verloren habe", sagte Struff nach dem Marathon-Match.
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