1. FC Nürnberg plötzlich wieder ein Aufstiegskandidat
Club als Einheit

Nicht laufstark, nicht nah am Mann - Trainer Benno Möhlmann zählte die Schwächen der 1860-Spieler beim 0:1 gegen den FSV Frankfurt auf. Bild: dpa
Freudige Weihnachtsstimmung kam beim 1. FC Nürnberg schon am 2. Advent auf. Das 2:1 (1:0) gegen den SC Paderborn war das erfolgreiche Finale einer Hinrunde, an deren Ende sich der "Club" in der 2. Fußball-Bundesliga in den erlauchten Kreis der Aufstiegskandidaten katapultieren konnte. "Wir sind in den letzten Wochen schon ein großes Stück besser geworden", urteilte René Weiler nach dem dritten Sieg in Serie und sieben Spielen ohne Niederlage: "Jetzt wollen wir alles unternehmen, dass die Tabelle auch am Ende des Jahres gut aussieht."

Beim Blick auf das anstehende Topspiel im eigenen Stadion gegen Herbstmeister SC Freiburg am kommenden Sonntag geriet sogar der Trainer ins Schwärmen. "Man muss die Mannschaft sehen, die heute gespielt hat und die, die in Freiburg gespielt hat", sagte Weiler: "Die Mannschaften kann man nicht vergleichen." In der Tat: Die "Club"-Elf, die zum Saisonstart am 27. Juli mit 3:6 in Freiburg untergegangen war, ist mit dem aktuellen Erfolgsteam nicht vergleichbar. "Das sind nicht die gleichen Spieler", meinte Weiler. "Wir haben zu einem großen Teil eine Einheit gefunden."

Eine Einheit, die auf dem Platz zusammenarbeitet, gut harmoniert und Tore erzielt, Punkte einfährt. Besonders im eigenen Stadion: In neun Spielen gab es keine Niederlage (5 Siege, vier Remis). "Darauf kann man stolz sein", urteilte Weiler. Der stark verbesserte Angreifer Niclas Füllkrug (34. Minute) und Mittelfeldspieler Tim Leibold (73.) erzielten am Freitagabend vor 25 102 Zuschauern die Tore für die Franken. Paderborn konnte durch Kevin Stöger erst spät verkürzen (89.).

27 Punkte bezeichnete Torwart Raphael Schäfer als "ordentliche Ausbeute" nach der Hinrunde. Und die Kraftprobe mit Freiburg (35 Zähler) sieht der Routinier nun als wichtigen Gradmesser zum Rückrundenstart an: "Gegen Freiburg kommt ein Spiel, bei dem man wirklich sagen kann, wo man ist."
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