1. FC Nürnberg verspielt Sieg gegen Dynamo Dresden in der Nachspielzeit
Club verspielt Sieg

An Guido Burgstaller (rechts) lag es nicht. Er schoss das 1:0 für den FCN kurz vor der Pause. Bild: dpa

Nur zwei Minuten fehlten dem FCN zu einem idealen Saisonauftakt. Nach dem späten Ausgleich übt das Team von Trainer Schwartz Selbstkritik. Vor allem die Offensive ist bei den Franken noch ausbaufähig.

Dresden. Auf dem Weg zu einem erfolgreichen Debüt als Trainer fehlten Alois Schwartz beim 1. FC Nürnberg nur zwei Minuten. "So ein spätes Gegentor ist natürlich bitter. Wir hätten vorher einen zweiten Treffer machen können, dann hätten wir Ruhe gehabt", sagte Schwartz nach dem 1:1-Remis bei Aufsteiger Dynamo Dresden am Samstag.

Die Franken wähnten sich bereits als Gewinner, bis Pascal Testroet in der vierten Minute der fünfminütigen Nachspielzeit den Ausgleich für die Sachsen erzielte und damit die Führung von Guido Burgstaller (45., Foulelfmeter) aus der ersten Halbzeit spätestmöglich konterte.

"Ein bisschen frech"


Der Treffer sorgte bei den Franken für Verstimmung. Als "schon happig" und "ein bisschen frech" bezeichnete Schwartz die fünf Minuten Nachspielzeit von Schiedsrichter Tobias Welz. Keeper Raphael Schäfer äußerte dies etwas impulsiver: "Sie sollten mal den Schiedsrichter fragen, woher er die fünf Minuten genommen hat. Beim nächsten Mal, wenn dann richtige Unterbrechungen sind, dann spielen wir fünf oder zehn Minuten, oder wie? Gibt es da eine neue Regel, oder wie?" Die späten Nachlässigkeiten hatten sich die Nürnberger selbst zuzuschreiben. "Wenn man die Schlussphase sieht, ist der Punkt für Dynamo wohl verdient. Wir hatten nur noch Mini-Chancen und haben zu wenig investiert", erklärte Tim Leibold, der über 90 Minuten in der offensiven Mittelfeldreihe auflief.

Präzision fehlt


Im Gegensatz zur in der Vorsaison unveränderten Abwehr blieben im Offensivbereich eigentlich nur Torschütze Burgstaller und Leibold in der Startformation. Das war auch zu spüren. "Nach vorne müssen wir uns steigern. Daran gilt es in den nächsten Wochen zu arbeiten", erklärte Leibold. Mittelfeldkollege Hanno Behrens verdeutlichte: "Zum Schluss fehlte bei uns oft der letzte Pass, die letzte Präzision. Machst du das zweite Tor, nimmst du die drei Punkte mit." Man wisse aber, woran es zu arbeiten gelte.

Dass sich die engagierten Dresdner den ersten Punkt nach dem Aufstieg verdient erspielt hatten, darin war sich der Nürnberger Tross einig. "Dresden hat es bis zum Schluss versucht und sich am Ende noch belohnt", erklärte Schwartz, der die Führung durch Burgstaller als "Lohn für unsere Arbeit" bezeichnete und sich mit der Defensivarbeit der Viererkette vor Keeper Schäfer zufrieden zeigte. Die Franken empfangen am Freitag den 1. FC Heidenheim. Ein gutes Omen: In der vergangenen Spielzeit feierte die Elf gegen Heidenheim den ersten Saisonsieg - ebenfalls am zweiten Spieltag.
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