1. FC Schwarzenfeld Herbstmeister

Der Winklarner Jörg Faltermeier (vorne) spielt den Ball, Nicholas Binder von der DJK Dürnsricht hat das Nachsehen. Am Ende siegten die Dürnsrichter aber mit 4:2 und feierten am letzten Vorrundenspieltag der Kreisliga West einen wichtigen Sieg. Bild: Baehnisch

Teil eins der laufenden Saison in der Kreisliga West ist am Sonntag zu Ende gegangen. Überwiegend bestimmten die im Vorfeld auserkorenen Favoriten das Geschehen. Aber eine absolute Enttäuschung gibt's auch.

Schwandorf. (aho) Das war eine Schreckensvorrunde für den einstigen Landesligisten FC Schwandorf: Mit nur einem Zähler steht der Traditionsclub auf dem letzten Platz der Kreisliga West. Im letzten Heimspiel gegen die SpVgg Neukirchen-Balbini (24) setzte mit 0:5 die dreizehnte Niederlage. Zusammen mit der spielfreien DJK Gleiritsch (7) und dem TSV Nittenau (9), der gegen den 1. FC Schwarzenfeld (33) nur auf Schadensbegrenzung aus war und mit 1:4 verlor, droht den Schwandorfern der Abstieg in die Kreisklasse.

Oben duellieren sich wie erwartet der 1. FC Schwarzenfeld und sein punktgleicher Kontrahent TSV Detag Wernberg (33). Zum Ende der Hinrunde setzten sich die Wernberger gegen den Mitabsteiger 1. FC Rötz (22) mit 4:1 durch. Wer am Ende als Meister aufsteigen darf, wird sich wohl erst nach dem nächsten Direktvergleich im Mai des kommenden Jahres entscheiden. Auf Nachlässigkeiten der beiden Führenden lauert der FC Wernberg (31), der bei den SF Weidenthal (17) mit 2:1 siegte.

Das Mittelfeld wird angeführt von der SpVgg Neukirchen-Balbini, dahinter folgen die punktgleichen Clubs aus Dürnsricht und Burglengenfeld. Der ASV II (24) holte sich beim FC OVI-Teunz (20) nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2, die DJK (24) gewann beim TSV Winklarn (13) mit 4:2. Beim FC Schmidgaden (23) ist nach einer anfänglichen starken Phase die Luft raus. Gegen Tännesberg (15) reichte es für die Richthammer-Truppe nur zu einem 2:2.

TSV Detag Wernberg       4:1 (3:0)       1. FC Rötz
Tore: 1:0 (28.) Patrick Luff, 2:0 (29.) Jiri Sisa, 3:0 (45.) Dominik Heimler, 4:0 (71.) Thimo Luff, 4:1 (83.) Jan Havlicek - SR: Felix Scharf (SV Diendorf) - Zuschauer: 100

(lfj) Mit der bisher stärksten Saisonleistung landete der TSV Detag Wernberg gegen Mitabsteiger 1.FC Rötz einen ungefährdeten und hochverdienten 4:1-Sieg. Es dauerte etwa eine Viertelstunde bis die Köblitzer die Gäste völlig unter Kontrolle hatten. Die Offensivaktionen der Heimelf wurden immer zwingender und der Führungstreffer hätte schon vor dem 1:0 durch Patrick Luff (28.), der eine scharfe Hereingabe verwertete, fallen können. Nur eine Minute später stellte Detag die Zeichen ganz auf Sieg, denn Jiri Sisa gelang mit einem platzierten 18-Meter-Schuss das 2:0. Mit dem Halbzeitpfiff gelang TSV-Spielertrainer Dominik Heimler per Kopf das 3:0. Im zweiten Abschnitt waren die Offensivaktionen des TSV nicht mehr ganz so zwingend, hatten das Match aber jederzeit im Griff und Thimo Luff nutzte eine der vorhandenen Möglichkeiten zum 4:0. In der Schlussphase kam Rötz, das nie einen Hauch einer Chance hatte, durch Havlicek zum Ehrentreffer.

1. FC Schwarzenfeld       4:1 (1:1)       TSV Nittenau
Tore: 1:0 (10.) Marco Griebl, 1:1 (27./Eigentor) Thomas Bayerl, 2:1 (64.) Marco Griebl, 3:1 (66.) Marco Griebl, 4:1 (70.) Bernd Heinisch - SR: Andreas Fleißer (TSV Winklarn) - Zuschauer: 120

(aho) Durch den verdienten, aber mühevoll zustande gekommenen Heimerfolg über den TSV Nittenau, sicherte sich der 1. FC Schwarzenfeld den Titel des Halbzeitmeisters. Der Spitzenreiter zeigte eine gute Leistung, hatte es gegen die sehr defensiv eingestellten Gäste aber oft schwer. Vor allem in der ersten Halbzeit konnten sich die heimischen Offensivkräfte nicht entscheidend durchsetzen. Erst im zweiten Durchgang, als beim Gast immer mehr die Kräfte schwanden, fielen die nötigen Treffer. Marco Griebl erzielte die frühe Führung für die Gastgeber, die nach knapp einer halben Stunde ein Eigentor zum 1:1 beisteuerten. Nach dem Seitenwechsel kam Nittenau kaum noch über die Mittellinie, Schwarzenfeld war klar besser. Der Doppelschlag (64./66.) zum 3:1 entschied die Begegnung. Wenig später sorgte Bernd Heinisch mit dem 4:1 für ein standesgemäßes Resultat. Auffälligster Akteur beim Sieger war Dreifach-Torschütze Marco Griebl.

FC Schwandorf       0:5 (0:0)       Neukirchen/Balbini
Tore: 0:1 (58.) Martin Decker, 0:2 (68.) Markus Weber, 0:3 (79.) Markus Weber, 0:4 (81.) Christian Biebl, 0:5 (90.) Christian Biebl - SR: Ronny Berger (SV Altendorf)

(rid) FC-Trainer Robert Arnold wollte die Begegnung eigentlich absagen, weil ihm die Spieler fehlten. Doch sein Trainerkollege von der SpVgg Neukirchen-Balbini hatte kein Erbarmen und bestand auf der Ansetzung. Dafür ließen die Gastgeber den Gegner auf dem Trainingsplatz auflaufen, während auf dem Hauptplatz die "Alten Herren" spielten. Eine Halbzeit lang ging die Taktik auch auf. Torlos wechselten beide Mannschaften die Seiten. Im zweiten Abschnitt brachen die Hausherren dann doch zusammen. "Damit habe ich schon gerechnet", sagte Trainer Robert Arnold hinterher. Er habe zu viele Akteure der Alten Herren einsetzen müssen, "die einfach nicht fit genug sind". Was den FC-Coach noch mehr schmerzte als die Niederlage, war das frühe Ausscheiden von Tino Kröniger, der mit einer schweren Augenbrauenverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste und für den Rest dieses Jahres ausfallen dürfte.

SF Weidenthal       1:2 (0:1)       FC Wernberg
Tore: 0:1 (17.) Maximilian Schatz, 0:2 (56.) Christian Gebhardt, 1:2 (60.) Markus Kleber - SR: David Seefried (Cham) - Zuschauer: 100

(aho) Es war insgesamt eine schwache Begegnung, die den Zuschauern geboten wurde. Der ambitionierte Gast war zwar spielerisch etwas besser als die Weidenthaler, enttäuschte aber dennoch. Die erste Hälfte brachte nur wenig Torraumszenen, von der Heimelf war so gut wie nichts zu sehen. Einziger Höhepunkt war das 0:1 durch Schatz in der 17. Minute. Etwas besser wurden die Leistungen nach der Pause, ohne dass eine der zwei Mannschaften überzeugen konnte. Weidenthal wirkte engagierter und besaß ebenso wie der Gegner zwei sehr gute Torchancen. Dem 0:2 von Gebhardt ließ Kleber vier Minuten später das 1:2 folgen. Wernberg verteidigte anschließend den knappen Vorsprung, Weidenthal war indes nicht in der Lage, eine der sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen.

FC OVI/Teunz       2:2 (0:0)       ASV Burglengenfeld II
Tore: 1:0 (58.) Patrick Lebesmühlbacher, 2:0 (64.) Daniel Kellner, 2:1 (75.) Thomas Kojda, 2:2 (78.) Dominik Stenz - SRin: Lisa Manner (1. FC Schwarzenfeld) - Zuschauer: 100

(aho) Zum Abschluss der Vorrunde lieferten sich die zwei Mannschaften ein schnelles und gutklassiges Spiel. Das Unentschieden entsprach den gezeigten Leistungen. In den ersten zehn Minuten hatte der FC OVI-Teunz bereits drei gute Torchancen, konnte aber keine verwerten. Die besten Szenen des ASV II waren zwei Lattenkracher. Nach einer halben Stunde klärte Hofstetter für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie und verhinderte den Führungstreffer für die Heimelf. In der zweiten Hälfte waren die Gastgeber engagierter und legten durch Lebesmühlbacher und Kellner ein 2:0 vor. Der Gast zeigte sich unbeeindruckt, verstärkte seine Offensivbemühungen und nutzte zwei Abwehrfehler zum 2:2-Ausgleich. Zum Sieg hätte es für beide Teams noch reichen können, denn Wellnhofer (FC) und Stenz für den ASV vergaben klare Möglichkeiten.

TSV Winklarn       2:4 (1:2)       DJK Dürnsricht
Tore: 0:1 (10.) Fabian Lobinger, 0:2 (24.) Markus Schrott, 1:2 (31.) Jörg Faltermeier, 1:3 (64.) Patrick Pollock, 1:4 (84.) Christoph Lobinger, 2:4 (86.) Johannes Hutzler - SR: Michael Wanninger (SV Wilting) - Zuschauer: 100 - Gelb/Rot: (53.) Lößl (Winklarn) Foulspiel; (73.) Faltermeier (Winklarn) wegen Meckerns

(aho) Für Winklarn war in diesem Spiel gegen die DJK Dürnsricht mehr drin. Zunächst hatte der Gast eine furiose Anfangsphase mit den beiden Toren von Lobinger und Schrott zu bieten. Der TSV kam erst nach einer halben Stunde besser ins Spiel, jetzt war es eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Verdient schafften die Gastgeber das Anschlusstor. Im Verlauf der zweiten Hälfte schwächte sich Winklarn durch Undiszipliniertheiten selbst und geriet auf die Verliererstraße. Pollock und C. Lobinger bauten den DJK-Vorsprung auf 4:1 aus, kurz vor dem Ende konnte Hutzler für die dezimierten Platzherren nochmals verkürzen. Am verdienten Dürnsrichter Sieg änderte dies nichts mehr.

TSV Tännesberg       2:2 (1:2)       FC Schmidgaden
Tore: 0:1 (20.) Simon Schimmer, 0:2 (31.) Simon Werner, 1:2 (38.) Johannes Stahl, 2:2 (58.) Johannes Stahl - SR: Schiedsrichter aus Tschechien - Zuschauer: 50

(mr) Gute Moral zeigten die Tännesberger Spieler beim 2:2 gegen den FC Schmidgaden. Die Gäste lagen nach einer halben Stunde nach zwei Abwehrfehlern mit 2:0 vorne. Johannes Stahl glückte noch vor der Pause mit einem Kopfballtreffer nach einer Ecke der Anschluss. Das war auch das Signal für ein überlegen geführtes Spiel der Einheimischen im zweiten Abschnitt. Schmidgaden hatte kaum noch Möglichkeiten, die Tännesberger, bei denen erneut fünf Stammspieler fehlten, zogen ihr Offensivspiel auf. Erneut Stahl gelang mit einem Schuss aus 16 Metern der Ausgleich. Zehn Minuten vor Schluss wurde ein Tor der Gastgeber wegen Abseits zurecht nicht anerkannt. "Das Unentschieden ist gerecht", sagte TSV-Spielertrainer Turan Bafra.
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