"17 Volksfeste im Jahr"
Bayerische Zweitligisten starten in die Saison

Nürnberg, Sechzig, Würzburg, Fürth: Mit gleich vier bayerischen Vereinen startet die 2. Bundesliga in ihre neue Saison. Auf die Clubs warten viele Derbys - und eine anspruchsvolle Zweitliga-Konkurrenz

München. Jetzt wird es ernst! Mit dem Auftaktspiel des 1. FC Nürnberg bei Dynamo Dresden am Samstag (15.30 Uhr) starten die bayerischen Zweitligisten in die neue Spielzeit. Während der Club nach dem knapp verpassten Aufstieg einen weiteren Anlauf in Richtung Bundesliga startet, peilen Greuther Fürth und 1860 München Stabilität an. Aufsteiger Würzburger Kickers vollbrachte zuletzt den Durchmarsch von Liga vier und will sich bei seiner Rückkehr in der Zweitklassigkeit behaupten.

Der neunmalige deutsche Meister aus Nürnberg scheiterte im Vorjahr erst in der Aufstiegsrelegation an Eintracht Frankfurt. Im Sommer änderte sich nicht nur das Personal, sondern auch der Trainer: Alois Schwartz kommt vom SV Sandhausen und folgt auf den Schweizer René Weiler.

Vorne andere Teams


In vorderster Front erwartet der Trainer zunächst andere Teams: "Hannover und Stuttgart haben einen Stamm an Erstligaspielern halten und sich richtig gut verstärken können. Sie sind sicher die großen Favoriten", sagte er. Die Nürnberger hingegen mussten mit Niclas Füllkrug (Hannover 96), Danny Blum (Eintracht Frankfurt) und Sebastian Kerk (SC Freiburg) finanziell bedingt weitere Leistungsträger gehen lassen.

Nach zwei Spielzeiten in höchster Abstiegsgefahr hofft der TSV 1860 München auf eine sorgenfreie Saison und hat dabei personell für Überraschungen gesorgt. Mit den Verpflichtungen des ehemaligen Bayern-Stürmers Ivica Olic und Ex-Sechziger Stefan Aigner werden die "Löwen" von manchem Trainer sogar als einer der Anwärter auf den Aufstieg genannt. Trainer Kosta Runjaic hat Aigner gleich zum neuen Kapitän gemacht.

Auch in der Führungsriege hat sich beim TSV einiges geändert. Neuer Trainer ist nach Jahren der Rotation auf dem Chefsessel Runjaic, der eine "ordentliche Saison" als Ziel vorgibt. Für die Kader- und Transferplanung ist zukünftig der neue Sportchef Thomas Eichin zuständig, der auf den glücklosen Oliver Kreuzer folgt.

Weniger ereignisreich verlief der Sommer bei Rückkehrer Würzburger Kickers. Die Unterfranken verlängerten den Vertrag mit Erfolgscoach Bernd Hollerbach bis 2019 und hoffen auf eine stabile erste Spielzeit in der Zweitklassigkeit. Unmittelbar nach der erfolgreichen Relegation freuten sich die Kickers auf "17 Volksfeste im Jahr". Das Aufstiegsteam wurde punktuell verstärkt, die Zugänge Tobias Schröck und Anastasios Lagos sind auf Anhieb Kandidaten für die Startelf. Der neue Innenverteidiger Sebastian Neumann wurde von Hollerbach sogar gleich zum Kapitän ernannt. "Die Neuen haben das Niveau schon angehoben", sagte Hollerbach. Die Mission Klassenverbleib beginnt am Sonntag (15.30 Uhr) in Braunschweig.

Fürth gut vorbereitet


Mit Euphorie blickt die SpVgg Greuther Fürth nach einer Saison im Mittelmaß der neuen Spielzeit entgegen. "Wir können im Moment die beste Elf aufstellen, wir sind gut vorbereitet. Es ist eine große Vorfreude da", sagte Trainer Stefan Ruthenbeck vor dem Auftakt gegen den TSV 1860 am Sonntag (13.30 Uhr).
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