1860 München schafft mit 2:1-Sieg in Mainz die große Pokalüberraschung
"Löwen" beißen sich durch

Frenetisch freut sich "Löwen"-Keeper Stefan Ortega über den Siegtreffer in Mainz. Bild: dpa
Zweitliga-Krisenclub TSV 1860 München hat im DFB-Pokal die zweite dicke Überraschung geschafft und nach 1899 Hoffenheim auch den FSV Mainz 05 aus dem Wettbewerb geworfen. In einer dramatischen Zweitrundenpartie bezwangen die Löwen den Fußball-Bundesligisten aus Rheinhessen am Dienstagabend auswärts mit 2:1 (0:1) und dürfen sich obendrein über Zusatzeinnahmen in sechsstelliger Höhe freuen. Stefan Mugosa (70. Minute) und Rubin Okotie (77.) drehten das Spiel, nachdem die Mainzer durch ein Eigentor von Christopher Schindler schon nach sechs Minuten in Führung gegangen waren. Das kriselnde Team feierte damit im vierzehnten Pflichtspiel überhaupt erst seinen zweiten Sieg.

Einen Klassenunterschied bekamen die 17 617 Zuschauer in Mainz zu keiner Zeit zu sehen. Die Sechziger, von Ersatzcoach Kurt Kowarz immer wieder nach vorn getrieben, zeigten sich spielerisch ebenbürtig. Mit großem Einsatz erkämpften sich die Gäste viele Bälle, kombinierten gefällig - und waren in der Schlussphase dann eiskalt vor dem Tor. Der umstrittene Platzverweis für den Mainzer Pierre Bengtsson spielte den Sechzigern in die Karten: Der Schwede musste kurz vor der Pause wegen einer Notbremse mit Rot früh vom Platz.

Nach zuvor vier Mainzer Niederlagen in den jüngsten fünf Ligaspielen mussten die Anhänger nicht lange auf ein Erfolgserlebnis warten. Eine Freistoßflanke verlängerte 1860-Kapitän Schindler unglücklich mit dem Oberarm ins eigene Tor. Kurz danach verhinderte Keeper Stefan Ortega den 0:2-Rückstand. Nach der Pause lief bei den Mainzern vorne sowieso immer weniger zusammen. Vorn waren auch die Löwen bis dato ungefährlich geblieben - doch mit einem Doppelschlag binnen sieben Minuten drehten sie noch das Spiel und belohnten sich für einen beherzten Auftritt. In der Nachspielzeit rettete Ortega mehrfach das 2:1.
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