2. Bundesliga: Fortuna-Trainer gegen MSV Duisburg im Freitag-Spiel in Zugzwang
Für Kramer geht es um den Job

Immer wieder hat Fortuna Düsseldorf im Saisonverlauf deftige Pleiten kassiert. Sollte das Kellerduell gegen den MSV Duisburg verloren gehen, wackelt der Stuhl von Trainer Frank Kramer gehörig. Bild: dpa
Frank Kramer weiß genau, was seine Mannschaft erwartet. "Entscheidend ist nicht die Aufstellung, sondern die Einstellung derjenigen, die auf dem Platz stehen. Natürlich wird das ein Fight", prognostizierte der Trainer des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf vor dem West-Derby an diesem Freitag (18.30 Uhr) gegen den MSV Duisburg. Beide Traditionsclubs eint die Erinnerungen an gemeinsame, teils glorreiche Bundesliga-Zeiten.

Als Tabellen-16. hat die Fortuna vor dem 15. Spieltag fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten aus Duisburg. In Düsseldorf wird das als besonders miserabel wahrgenommen. Deftige Pleiten und desolate Leistungen wie beim jüngsten 0:4 beim FC St. Pauli schlagen im Umfeld der Fortuna auf das Gemüt. Zu Wochenbeginn hatten die Profis beim Training wieder mal Besuch von einer Fangruppe. "Kämpft oder geht", lautete die Botschaft auf einem Transparent der Fans. Die Negativbilanz mit erst drei Saisonsiegen und zwölf Punkten, dazu die 1:5-Pleite im DFB-Pokal beim 1. FC Nürnberg bringt auch den Job von Kramer in Gefahr. Das Fachwissen des Trainers wird zwar allgemein geschätzt, doch in der Zwischenbilanz trägt die Arbeit wenige Früchte.

Der MSV rangiert vor dem "Kellerduell" faktisch viel tiefer in der Abstiegszone, kann sich mental aber im Vorteil sehen. Nach vollzogenem Trainerwechsel Anfang November von Gino Lettieri zu Ilja Gruew zeigten die zuvor betont verhalten agierenden "Zebras" eine Leistungssteigerung. Beim 1:1 gegen Tabellenführer SC Freiburg tankten seine Spieler zuletzt viel Selbstvertrauen.

Freiburg empfängt am Sonntag (13.00 Uhr) den SC Paderborn und will ganz oben bleiben. In den bisherigen vier Liga-Partien unter der Regie von Trainer Stefan Effenberg ist Paderborn allerdings noch ohne Niederlage. Die mit Freiburg punktgleichen Verfolger St. Pauli (gegen 1860 München) und RB Leipzig (Arminia Bielefeld) treten auswärts an und lauern auf einen Ausrutscher der Breisgauer.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.