2. Bundesliga
Köllner warnt

Ob Raphael Schäfer (links) - hier vor seinem Mannschaftskamerad Patrick Kammerbauer und Dimitrij Nazarov von Erzgebirge Aue - im Club-Tor steht, ließ Trainer Michael Köllner noch offen. Bild: dpa

Unterschiedliche Vorzeichen vor dem Frankenderby: Der 1. FC Nürnberg hat seine größten Sorgen weggeschossen, die Würzburger Kickers rutschen dagegen immer weiter ab. Wann gelingt den Kickers endlich der erste Sieg im Jahr 2017?

Nürnberg. Nürnbergs Trainer Michael Köllner warnt vor dem fränkischen Derby gegen die Würzburger Kickers vor einem Motivationsschub des Gegners. "Prinzipiell sind wir ein idealer Gegner für Würzburg. Das Derby wird ihnen noch einmal einen Push geben", sagte Köllner am Freitag.

Der Fußball-Zweitligist aus Nürnberg sieht sich dennoch in der Favoritenrolle. "Einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht, sollten wir in Schach halten können", sagte Köllner. Das mit Kampf gewonnene Heimspiel gegen Aue habe der Mannschaft die Kraft gegeben, die man für einen Sieg am Sonntag (13.30 Uhr) in Würzburg brauche.

Der Club hatte sich am vergangenen Spieltag trotz mehr als 40 Minuten in Unterzahl mit einem 2:1-Sieg gegen Aue der größten Abstiegssorgen entledigt. Deutlich schlechter läuft es derzeit für die Würzburger Kickers: In diesem Jahr konnte die Elf von Trainer Bernd Hollerbach noch keines ihrer zwölf Spiele gewinnen, nur das bessere Torverhältnis schützt sie vor dem Relegationsplatz.

"Meckern und mosern hilft nichts", sagte Kickers-Verteidiger Clemens Schoppenhauer vor dem Derby. "Wir werden dranbleiben und uns für die harte Arbeit belohnen." Die Würzburger wollen der individuellen Stärke der Nürnberger mit einer guten Teamleistung begegnen - und auch selbst offensive Akzente setzen. "Jedes Spiel ist eng und eine Herausforderung für uns. Wir wollen im Spiel nach vorne wieder effektiver agieren", sagte Hollerbach. Das ist auch dringend nötig: Nur sechs Tore erzielten die Kickers bisher im Jahr 2017.

Welcher Torwart auf Nürnberger Seite weitere Treffer verhindern soll, verriet Trainer Köllner noch nicht. Stammkeeper Thorsten Kirschbaum hat seine Bauchmuskel-Verletzung zwar auskuriert, musste in den vergangenen Spielen aber dennoch Routinier Raphael Schäfer den Vortritt lassen. "Kirschbaum hat sehr gut trainiert, aber mit Schäfer habe ich in den letzten Spielen auch keine schlechte Wahl getroffen", sagte Köllner.
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