2. Bundesliga: Spitzenreiter weiter ungeschlagen - Beim Club spitzt sich Trainerfrage zu
Später Ausgleich rettet Ingolstadt

Ein Joker-Tor in letzter Minute hat Spitzenreiter FC Ingolstadt vor der ersten Saisonniederlage bewahrt. Beim 3:3 gegen Union Berlin bewiesen die Fußball-Himmelsstürmer aus Oberbayern am Sonntag große Moral und feierten durch das Kopfballtor von Andre Mijatovic in der Nachspielzeit ein glückliches, aber verdientes Happy-End. Die "Schanzer" (27 Zähler) liegen weiterhin mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze..

"Löwen" heute gegen Fortuna

Abgeschlossen wird der 13. Spieltag am Montagabend mit der Partie des TSV 1860 München gegen Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer (21 Punkte) könnten dann wieder an Darmstadt 98 (23 Zähler) vorbeiziehen. Nach dem befreienden Sieg in Bochum möchte der TSV 1860 München in der 2. Fußball-Bundesliga gegen das Spitzenteam von Fortuna Düsseldorf vor eigenem Publikum nachlegen. Dafür sei am Montagabend (20.15 Uhr) zum Abschluss des 13. Spieltags jedoch eine Topleistung notwendig, mahnte Trainer Markus von Ahlen: "Wir wissen, dass wir absolut ans Limit gehen müssen." Die Fortuna ist auswärts in dieser Saison ungeschlagen.

Eine gute Nachricht gab es schon am Sonntag. Die angeschlagenen Angreifer Rubin Okotie und Valdet Rama sollen zur Verfügung stehen. "Stand jetzt können sie spielen", berichtete von Ahlen. Neben den langzeitverletzten Stephan Hain und Dominik Stahl werden dafür auch die Spanier Rodri und Edu Bedia erneut fehlen. Sie könnten sogar bis zum Jahresende ausfallen, berichtete der "Löwen"-Coach. Für die Defensive steht Kai Bülow wieder zur Verfügung.

Ingolstadt bewies in einem turbulenten Spiel gegen Berlin große Comeback-Qualitäten. Nach einem frühen Doppelschlag von Benjamin Köhler (Foulelfmeter) und Christopher Quiring schlug der Tabellenführer nach einer frühen personellen Korrektur von Trainer Ralph Hasenhüttl überragend zurück. Stürmer Tomas Pekhart musste vom Platz (32. Minute), danach fielen die Tore zum 2:2 von Michael Parensen (Eigentor) und Marvin Matip. In der 79. Minute folgte der nächste Schock: Sebastian Polter traf für Berlin. Aber dann zog Hasenhüttl mit Kopfballschütze Mijatovic den richtigen Joker.

Im Vormarsch befindet sich der Karlsruher SC, der in Fürth mit 3:0 gewann und in der Tabelle an den schläfrig verteidigenden Franken vorbeizog. Der Japaner Hiroki Yamada traf zweimal, dazu war Daniel Gordon für die Badener erfolgreich. "Wir tun gut daran, nicht nach oben zu schielen. Da verrenken wir uns nur den Hals", erklärte Fürths Coach Frank Kramer enttäuscht.

In Nürnberg wird es einsam um Valerien Ismael. Der Cheftrainer muss schon nach knapp fünf Monaten seine Entlassung befürchten. Der Aufsichtsrat soll am Montagabend über den 39 Jahre alten Franzosen beraten, der mit der aus seiner Sicht "bitteren" 1:2-Pleite in Sandhausen weiteren Kredit verspielt hatte. In dem neunköpfigen Führungsgremium um den neuen Vorsitzenden Thomas Grethlein (56) sollen sich immer mehr Daumen senken. "Dass wir eine Trainerdiskussion haben, brauchen wir ob der Ergebnisse gar nicht wegzudiskutieren", sagte Sportvorstand Martin Bader. Und erster Gegner nach der Länderspielpause ist ausgerechnet Spitzenreiter FC Ingolstadt - eine Herkulesaufgabe.

"Fußball ist ein Ergebnissport", sagte der sportliche Leiter Wolfgang Wolf nach der Pleite am Freitagabend in Sandhausen. Dass der "Club" das Spiel dominierte und höher als 1:0 durch Niclas Füllkrug hätte führen müssen, dürfte Ismael kaum noch helfen. Alexander Bieler glich aus, und nach einer umstrittenen, aber vertretbaren Rote Karte gegen Ondrej Petrak erzielte Andrew Wooten in Überzahl das Siegtor für Sandhausen. Ismael beklagte zum wiederholten Male die individuellen Fehler: "Es zieht sich durch die Saison wie ein roter Faden."
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