2. Fußball-Bundesliga
Fürchterliches Debakel für den Club

Was soll das? Guido Burgstaller (Nummer 9) regt sich über seine Abwehr auf. Die Nürnberger gingen in Braunschweig mit 1:6 unter. Bild: dpa

Braunschweig. Die Länderspielpause dürfte beim 1. FC Nürnberg unruhig werden. Der Fußball-Zweitligist ging am Sonntag beim neuen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig mit 1:6 (1:2) unter. In einem heißen Spiel im Eintracht-Stadion brach die Mannschaft des neuen Trainers Alois Schwartz nach der Pause auseinander. Drei Spiele, kein Sieg, zwei Punkte - der Saisonstart ist völlig misslungen.

Nach dem Führungstor durch Guido Burgstaller (8. Minute) brach der Club nach einem Doppelschlag der Braunschweiger durch Domi Kumbela (43.) und Saulo Decarli (45.+2) nach der Pause auseinander. Vor den 20 840 Zuschauern schraubten gegen eine desolate Nürnberger Defensive erneut Decarli (55.), Dave Bulthuis mit einem Eigentor (64.), Nik Omladic (87.) und Christoffer Nyman (88.) das Resultat in die Höhe.

"Es klingt komisch nach einem 1:6, aber wir waren die ersten 40 Minuten fast die bessere Mannschaft. Dann kassieren wir nach einer Standardsituation das erste Gegentor, kurz darauf ebenfalls nach Standards Nummer zwei und drei. Wann man das nicht verteidigen kann, dann kann man nicht gewinnen", schimpfte der Nürnberger Trainer im TV-Sender Sky. Nach der Pause mussten die mitgereisten Club-Fans richtig leiden. Das Abwehrchaos wurde ohne den angeschlagenen Innenverteidiger Georg Margreitter (Adduktorenprobleme) schonungslos bestraft. "Wenn man sieht, was die Viererkette alles auf dem Buckel hat, ist das bitter", sagte Schwartz zum Versagen erfahrener Abwehrkräfte.

Bis zum Heimspiel am 12. September (Montag) gegen 1860 München will Schwartz sein Team nun neu ausrichten. "Wir müssen schauen, dass wir mit Leidenschaft auch verteidigen müssen", sagte er in Braunschweig.

Es klingt komisch nach einem 1:6, aber wir waren die ersten 40 Minuten fast die bessere Mannschaft.Club-Trainer Alois Schwartz
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