2:0-Führung verspielt

Schwedens zweifache Torschützin Sofia Jakobsson dreht jubelnd ab, während DFB-Torfrau Nadine Angerer geschlagen am Boden kniet. Bild: dpa

Den Auftakt in das traditionsreiche Turnier um den Algarve-Cup hatten sich die deutschen Frauen anders vorgestellt. Trotz schneller 2:0-Führung verlor die Neid-Elf noch 2:4 gegen Schweden. Am Freitag steht der Titelverteidiger gegen China schon unter Druck.

Trotz eines furiosen Blitzstarts haben die deutschen Fußballerinnen den Auftakt des Algarve-Cups verpatzt und eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid verlor am Mittwoch in Vila Real de Santo Antonio mit 2:4 (2:1) gegen Schweden. Zum Start der intensiven Vorbereitung auf die WM in Kanada im Sommer sorgten Dzsenifer Marozsan (2. Minute) und Simone Laudehr (3.) vor 769 Zuschauern zwar für eine schnelle Führung der DFB-Elf.

Doch Caroline Seger (30./71.) und Sofia Jakobsson (54./84.) drehten die Partie zugunsten der Schwedinnen, die ihren erst siebten Erfolg im 23. Duell mit dem großen Rivalen feierten.

"Krasse Fehler"

"Wir haben uns das Spiel selber schwer gemacht", befand Neid, die "krasse individuelle Fehler" vor allem nach der Pause bemängelte: "Wir haben zu viele Rückpässe gespielt und unsere Dominanz verloren. Zudem waren die Schwedinnen robuster in den Zweikämpfen."

Am Freitag, 6. März, (14.00 Uhr/Eurosport) muss sich die DFB-Auswahl im zweiten Gruppenspiel gegen China (0:0 gegen Brasilien) erheblich steigern, um noch eine Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung bei der traditionsreichen und topbesetzten "Mini-WM" zu haben.

Drei Monate vor dem Start der Frauen-WM in Kanada erwischte das DFB-Team bei Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad zunächst einen Auftakt nach Maß. Gleich der erste Volleyschuss aufs schwedische Tor war ein Volltreffer. Für Torhüterin Hedvig Lindahl gab es ebenso wenig eine Abwehrchance wie nicht einmal 60 Sekunden später, als Laudehr den Ball gegen den Lauf von Lindahl zum 2:0 ins Gehäuse schlenzte.

Schweden brauchte nach dem Rückstand ein wenig, um sich zu sortieren. Mit dem Anschlusstreffer von Seger (30.), deren Schuss unhaltbar für DFB-Keeperin Nadine Angerer abgefälscht wurde, waren die Skandinavierinnen aber besser im Spiel. Gleichwohl hatte der achtmalige Europameister die besseren Chancen.

Das Auslassen der Tormöglichkeiten sollte sich im zweiten Durchgang rächen. Zunächst prüfte Schwedens Rekordnationalspielerin Therese Sjögran (53.) Welttorhüterin Angerer, die sich dann einen Ausflug in Manuel-Neuer-Manier leistete. Allerdings mit weniger Erfolg als ihr männliches Pendant: So wurde sie von der schnellen Jakobsson umkurvt, die keine Mühe hatte, zum 2:2 auszugleichen. Seger per Kopf und erneut Jakobsson nach einem Konter machten den Sieg gegen müde und unkonzentriert werdende DFB-Spielerinnen perfekt.
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