258. Auflage des Derbys - Weiler hofft weiter auf Glück
Club kämpft gegen Fürth-Fluch

Daumen hoch auch im Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth? Club-Trainer René Weiler hat momentan mit seiner Mannschaft einen Lauf und hofft auch diesmal auf einen Erfolg. Bild: dpa
Wie den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hatte die SpVgg Greuther Fürth das Derby-Schützenfest gegen den 1. FC Nürnberg im August gefeiert. Auf das triumphale 5:1 an einem lauen Sommerabend folgte eine rauschende Partynacht vor den Toren Nürnbergs.

Von Fürther Euphorie ist vor dem Rückspiel am Samstag (13.00 Uhr) nichts mehr übrig. Sechs Partien in Serie ist die Elf von Trainer Frank Kramer mittlerweile sieglos, die Aufstiegsränge sind in weite Ferne geraten. Beim 1. FC Nürnberg hingegen herrscht vor dem 258. Derby wieder Aufbruchstimmung. Seit dem Trainerwechsel von Valérien Ismaël zu René Weiler gewann der Club vier von fünf Partien. Und plötzlich ist sogar Platz drei wieder in Reichweite.

Auf heute und jetzt

Szenen von der 1:5-Niederlage werde er seinen Spielern "selbstverständlich nicht zeigen", beteuerte Weiler vor der letzten Partie des Jahres. "Die Derby-Pleite ist lange zurück. Der eine oder andere hat das sicher noch im Hinterkopf. Aber wir schauen auf das heute und jetzt." Dass seine vier bisherigen Siege alle mit einem Tor Unterschied zustandekamen, ist Weiler nicht entgangen. "Das Glück ist uns zurzeit hold", so der 41-Jährige.

45 000 Karten wurden im Vorverkauf abgesetzt. Die Erwartungen sind hoch, schließlich konnten die Nürnberger keines der letzten fünf Aufeinandertreffen mit dem "Kleeblatt" für sich entscheiden. "Derbys haben eine eigene Brisanz. Man will die unbedingt gewinnen, aber es sind auch nur Spiele", bemerkte Weiler, der nach eigener Aussage erstmals als Trainer solch eine Kulisse erleben wird. Den Derby-Fluch, der letzte Erfolg datiert aus dem Jahr 2008, würde er natürlich trotzdem nur zu gerne brechen.

Ausnahmecharakter

Fürths Coach Frank Kramer weiß um den Ausnahmecharakter der 90 Fußball-Minuten. "Im Derby gelten immer eigene Gesetze. Wir wollen alles geben, um einen versöhnlichen Abschluss zu haben", erklärte Kramer. Die Fürther Formkurve passt jedoch nicht: Nur eine der vergangenen neun Partien konnten sie gewinnen. "Für ein Derby gibt es keinen schlechten Zeitpunkt", erklärte der Fürther Coach dennoch.

Auch Kramer möchte nicht mehr allzu sehr auf den tollen Abend im August zurückschauen. Für das 5:1 könne "man sich nichts kaufen. Die Partie in Nürnberg wird eine ganz andere", prognostizierte der 42-Jährige. Während er beim 1. FC Nürnberg im Sturm Akteure sieht, "auf die man sich verlassen kann", hat sein Team seit vier Spielen Ladehemmung.
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