26 Schwimmer erfüllen WM-Norm bei "Deutscher" - Wolf auf Platz sechs
Biedermann und Koch top

(dpa/af) Paul Biedermann begeisterte mit Weltjahresbestzeit - und auch der WM-Zweite Marco Koch weckte Medaillenhoffnungen. Beim ersten großen Form-Check der WM-Saison sorgten die beiden Schwimm-Europameister für den grandiosen Schlussakt. Nach Biedermanns furiosen 1:45,60 Minuten über 200 Meter Freistil applaudierte auch Chefbundestrainer Henning Lambertz dem Weltrekordler. "Das ist eine Riesenerleichterung für mich", gestand Biedermann zum Finale der deutschen Meisterschaften.

Gut drei Monate vor den Weltmeisterschaften in Kasan (24. Juli bis 9. August) maß Koch der WM-Etappe in der deutschen Hauptstadt keine allzu große Bedeutung bei. "Im Sommer oder bei Olympia in Rio zählt es", betonte der zuverlässige Medaillenlieferant der vergangenen Jahre. 2:09,72 Minuten über 200 Meter Brust bedeuten Platz drei in der Welt auf der Durchgangsstation zu WM-Meriten.

Beim Sieg von Paul Biedermann über 100 Meter Freistil in 49,24 Sekunden verpasste Philipp Wolf aus Altenstadt/WN den Sprung aufs Podest. Mit lediglich sechs Hundertstelsekunden Rückstand auf den drittplatzierten Marco di Carli (Frankfurt) wurde der für die SG Stadtwerke München startende Oberpfälzer in 49,93 Sekunden Sechster.

Mehr als ein Dutzend Top-10-Zeiten in den Weltjahresbestenlisten für deutsche Schwimmer ließen Lambertz strahlen. Der Kandidatenkreis für das WM-Team umfasst mit Staffelstartern rund 30 Sportler und damit mehr als zuvor vom Chefbundestrainer prognostiziert. "Es gibt einige Strecken, auf denen wir den Kopf gut aus dem Wasser strecken", sagte Henning Lambertz bei der "Momentaufnahme" mit 26 Normerfüllern. Die Qualifikationszeiten müssen bei einem weiteren Wettkampf bis Anfang Juli bestätigt werden.
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