3:2-Sieg gegen Kaiserslautern - Schäfer degradiert
Club macht ersten Schritt aus der Krise

Der 1. FC Nürnberg stoppte am Montagabend mit dem 3:2-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern seine Talfahrt in der 2. Bundesliga. Alessandro Schöpf hatte mit zwei Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg. Bild: dpa
Mit beherztem Fußball hat der 1. FC Nürnberg einen ersten Schritt aus der Krise gemacht und zugleich den Sprung des 1. FC Kaiserslautern an die Zweitliga-Tabellenspitze verhindert. Angeführt vom starken Österreicher Alessandro Schöpf gewann der Club am Montagabend im ersten Spiel nach der Degradierung von Stammtorwart Raphael Schäfer gegen sehr spät aufdrehende Pfälzer mit 3:2 (2:0) - ein wichtiger Sieg auch für Trainer Valérien Ismaël.

Doppelpack von Schöpf

"Kompliment an die Mannschaft. Die erste Halbzeit war unsere beste in der bisherigen Saison", sagte Ismaël nach dem Sieg einen Tag nach seinem 39. Geburtstag. Doppel-Torschütze Schöpf war ebenfalls sichtlich erleichtert: "Die letzten Wochen waren nicht einfach. Da kommt man nur mit einem Sieg heraus."

Daniel Candeias (24. Minute) und Schöpf (41./51.) erzielten vor 25 130 Zuschauern die Tore für die am Ende noch zitternden Nürnberger, die durch den dritten Saisonsieg auf Rang 13 vorrückten. Die auswärts weiterhin sieglosen Lauterer kamen nach dem 0:3-Rückstand durch Alexander Ring (62.) und Chris Löwe (71.) noch einmal zurück ins Spiel. Sie belegen nach dem 8. Spieltag Platz fünf. "Für die erste Halbzeit habe ich kein Verständnis", sagte Lauterns Trainer Kosta Runjaic, "in der zweiten haben wir Herz gezeigt."

Sein Kollege Ismaël hatte ein deutliches Zeichen gesetzt. Er strich Stammtorwart Schäfer (35) aus dem Kader und beförderte Patrick Rakovs-ky zur Nummer 1. Der 21-Jährige strahlte Sicherheit aus, leitete mit einem weiten Abschlag das 1:0 ein und konnte sich als Torhüter bei einen Schuss von Kerem Demirbay (40.) sowie einem Kopfball von Drdjan Lakic (47.) auszeichnen. Bei den Gegentreffern war er chancenlos. "Wir haben unser Saisonziel revidiert. Wir wollen Spieler und Mannschaft entwickeln", begründete Ismaël den Wechsel. Rakovsky bleibe erst einmal im Tor: "Wir haben gewonnen. Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern."

Für den Club geht es Schlag auf Schlag weiter. Am Dienstagabend findet die Hauptversammlung mit der Wahl von fünf Aufsichtsräten statt, die Einfluss auf die Zukunft von Sportvorstand Martin Bader haben könnte. Und am Freitag muss der Club beim VfL Bochum antreten.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8409)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.