AC Mailand nach Pokal-K.-o. am Tiefpunkt - Berlusconi hält an Trainer Inzaghi fest
"Unendliche Krise"

Die Sorgenfalten bei Milan-Trainer Filippo Inzaghi dürften sich nach dem Pokal-Aus wesentlich vergrößert haben. Bild: dpa
Nach der ersten Enttäuschung gab sich Filippo Inzaghi schon wieder kämpferisch. "Ich bin sicher, wenn man mir Zeit gibt, wird Milan wieder das, was es einmal war", kündigte der Trainer des AC Mailand nach dem bitteren K.o. im Pokal-Viertelfinale gegen Lazio Rom an. "Die Mannschaft lebt. Wir machen weiter und müssen daran glauben", forderte der 41-Jährige. Durch die dritte Niederlage in Serie rutscht der 18-malige italienische Fußball-Meister allerdings tiefer in die Krise. Dennoch will Club-Präsident Silvio Berlusconi an AC-Ikone Inzaghi als Trainer festhalten - zumindest vorerst.

Das 0:1 (0:1) gegen das eine Halbzeit lang in Unterzahl spielende Lazio Rom mit dem früheren deutschen Nationalspieler Miroslav Klose bedeutete einen weiteren Tiefpunkt für den Traditionsclub. Platz drei in der Liga und den Gewinn der Coppa Italia hatte Berlusconi zu Jahresbeginn selbstbewusst als Ziel ausgegeben. Nach einem Punkt aus vier Spielen in der Liga und dem Pokal-Aus sind diese Ziele nach nur vier Wochen fast schon außer Reichweite. "Milans Todeskampf. Neuer K.o.! Flop auch in der Coppa Italia", titelte "Tuttosport".

Italiens Medien hatten vor der Partie spekuliert, die Amtszeit des früheren Top-Torjägers Inzaghi könne im Falle einer Niederlage nach nur einem halben Jahr schon wieder beendet sein. Doch Berlusconi stellte sich überraschend hinter seinen Trainer. "Mich interessieren diese Diskussionen nicht, mir tut es leid, das Spiel verloren zu haben", kommentierte Inzaghi. "Wenn sie mich nicht verjagen, bleibe ich hier auf Lebenszeit." Auch die Fans stehen hinter dem Coach, feierten ihn am Dienstagabend mit Sprechchören.

Verstärkungen

In der Serie A liegt der Club auf Rang elf, zehn Punkte hinter dem dritten Platz. "Unendliche Krise: Milan verabschiedet sich aus der Coppa Italia", meinte "La Repubblica". Helfen sollen jetzt weitere Verstärkungen: Salvatore Bocchetti von Spartak Moskau absolvierte am Mittwoch den Medizincheck in Mailand. Auch Stürmer Mattia Destro vom AS Rom gilt als Kandidat für einen Wechsel zu dem Krisenclub.
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