Achtelfinale Hinspiele
Champions-League

Auch in der Ukraine haben die Bayern ihre Fans, die auf die Ankunft der deutschen Spieler warten. Bild: dpa
Dienstag, 20.45 Uhr

Paris St. Germain - FC Chelsea Schachtjor Donezk - Bayern

Mittwoch, 20.45 Uhr

FC Schalke 04 - Real Madrid FC Basel - FC Porto

Dienstag, 24.2./2045 Uhr

Manchester City - FC Barcelona Juventus Turin - Dortmund

Mittwoch, 25.2/2045 Uhr

Leverkusen - Atlético Madrid FC Arsenal - AS Monaco

1000 Kilometer westlich von Donezk

Lwiw.(dpa) Den Zeichen des Krieges entkommt der FC Bayern München bei seinem Champions-League-Spiel in der krisengeschüttelten Ukraine auch am Ersatzort Lwiw nicht. Banner mit Durchhalteparolen an die ukrainische Armee werden an diesem Dienstag (20.45 Uhr MEZ) in der Achtelfinalpartie gegen Schachtjor Donezk durch die Lwiw-Arena wehen. Die wohl europäischste Stadt der Ex-Sowjetrepublik ist fest in der Hand der Regierungskräfte. Blaugelbe Staatsflaggen flattern in diesen kalten Tagen im historischen Zentrum der 800 000-Einwohner-Stadt.

Die Partie von Deutschlands Rekordmeister beim ukrainischen Tabellenzweiten ist gewissermaßen für beide Mannschaften ein Auswärtsspiel. In normalen Zeiten bestreitet Schachtjor seine Heimpartien mehr als 1000 Kilometer östlich. Doch der seit zehn Monaten andauernde Krieg zwischen den Regierungseinheiten und prorussischen Aufständischen macht einen regulären Spielbetrieb in der Ostukraine unmöglich. Der Flughafen von Donezk, einst für die Fußball-EM 2012 modernisiert, liegt in Schutt und Asche. Die moderne Donbass-Arena, früher der Stolz von Schachtjor, ist beschädigt.

Nun kommt der FC Bayern, und binnen Minuten war das Spiel ausverkauft. Mehr als 34 000 Fans wollen sich die Gelegenheit auf Spitzenfußball nicht entgehen lassen - und wohl auch den blutigen Alltag im Donbass für 90 Minuten vergessen. Für die Stadt Lwiw ist der unfreiwillige Umzug der Donezker ein Glücksfall. Der millionenteure Stadionneubau zur Europameisterschaft 2012 war bis zum Eintreffen von Schachtjor höchst defizitär. Kaufen will Schachtjors reicher Besitzer Rinat Achmetow die Lwiw-Arena jedoch nicht. Langfristig gilt die Zukunft der Mannschaft als offen. Fast alle Spieler - vor allem die Südamerikaner - werden mit Vereinen außerhalb der Ukraine in Verbindung gebracht. Das K.o.-Spiel gegen den FC Bayern ist für den Traditionsklub daher richtungsweisend.
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