Adler tönen schon

Der Mannheimer Marcus Kink ist überzeugt, dass er am Mittwoch den Siegerpokal stemmt. Bild: dpa

Die Adler Mannheim stehen vor ihrem siebten Meistertitel. Es wäre auch ein Triumph der Deutschen beim DEL-Spitzenteam. Die besten sechs Playoff-Scorer sind hierzulande ausgebildete Cracks - das sah in den Vorjahren in Berlin, Hannover und Ingolstadt noch ganz anders aus.

Kurz vor der Krönung zum neuen Champion wollen sich die Adler Mannheim das Happy End ihrer bärenstarken Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht mehr vermiesen lassen. Bei einem Sieg in Partie sechs am Mittwoch (19.30 Uhr/ServusTV) in Ingolstadt könnte Marcus Kink den begehrten Silberpott in die Höhe recken. "Wir können noch besser spielen", tönte der Kapitän nach den bisherigen drei Erfolgen in der "Best-of-seven"-Serie. Mit "wir" dürfte er auch seine Landsleute meinen - diese sind aktuell die Playoff-Erfolgsgaranten in Mannheim. Man spricht deutsch beim Titel-Favoriten aus der Kurpfalz. Die sechs besten Mannheimer Scorer der K.-o.-Runde wurden in Deutschland geboren und ausgebildet: Kai Hospelt, NHL-Rückkehrer Jochen Hecht und Frank Mauer punkteten je 14 Mal. Auch Christoph Ullmann (10), Matthias Plachta (9) und selbst Verteidiger Sinan Akdag (8) rangieren in der Tore-und-Assists-Statistik vor dem besten Ausländer im Kader, dem amerikanischen Stürmer Jonathan Rheault (8).

Eine derartige schwarz-rot-goldene Effizienz in der DEL ist selten. Zum Vergleich: In den jüngsten Jahren waren es bei den Meistern aus Ingolstadt, Berlin und Hannover immer wieder teure Ausländer, die in entscheidenden Spielen den Unterschied machten. Zuletzt gelang es den Eisbären bei deren drei Titeln 2011, 2012, 2013 sowie dem ERC Ingolstadt im Frühjahr 2014 nur jeweils zwei gebürtige Deutsche unter die Top sechs der teaminternen Playoff-Scorerliste zu bringen. In Ingolstadt prägen übrigens auch derzeit der Kanadier Brandon Buck (19 Punkte) und Petr Taticek aus Tschechien (16) die Offensive.

Starkes Jungadler-Projekt

Anders die Mannheimer, die mit ihrem Jungadler-Projekt die aktuell beste Nachwuchsarbeit betreiben und unter anderem Plachta, Mauer und Verteidiger-Koloss Denis Reul so an die Spitze gebracht haben. Diese drei Stützen des Teams sind ebenso wie rund ein halbes Dutzend anderer Mannheimer auch WM-Kandidaten für Bundestrainer Pat Cortina.
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