Afrika-Cup: Tunesien fühlt sich betrogen
Jagdszenen

Rajindraparsad Seechurn hat sich im Welt-Fußball noch keinen Namen gemacht. Durch seinen Elfmeterpfiff im Viertelfinale des Afrika-Cups für Gastgeber Äquatorialguinea gegen Tunesien sorgte der Schiedsrichter aus Mauritius plötzlich auf unrühmliche Weise für Aufregung. In der Nachspielzeit im Bata Stadium sank Ivan Bolado beim Stand von 0:1 im Zweikampf offensichtlich ohne Gegnereinwirkung zu Boden. Der Referee entschied auf Strafstoß. Javier Balboa verwandelte, glich somit die tunesische Führung durch Ahmed Akaichi (71. Minute) gerade noch rechtzeitig aus und traf in der folgenden Verlängerung mit einem sehenswerten Freistoß auch zum 2:1.

Die Emotionen in der ohnehin schon hart geführten Partie waren nach dem Schlusspfiff nur noch schwer zu kontrollieren. Spieler und Betreuer gingen am Spielfeldrand aufeinander los. Seechurn entkam den aufgebrachten tunesischen Akteuren nur unter Schutz der Sicherheitskräfte in die Katakomben. Die Polizei musste einschreiten. Tumulte und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen - gerade von diesen Klischees wollte sich Afrikas Fußball eigentlich befreien.

Tunesiens Verbandschef Wadie Jary trat am Sonntag aus dem Organisationskomitee des Afrika Cups ohne Angabe von Gründen zurück. Trainer Georges Leekens stellte frustriert fest: "Letztendlich ist es nicht gut für den Fußball. Es ist schwer zu akzeptieren."
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