Alarmstufe Rot beim BVB

Ratlosigkeit bei Trainer Jürgen Klopp. Seine Borussia will sich im Pokal aus der Krise schießen. Bild: dpa
Eigentlich erscheint die Aufgabe lösbar, bereitet aber großes Kopfzerbrechen. Bei Borussia Dortmund ist das Selbstvertrauen vergangener Tage verflogen. Nach zuletzt vier Bundesliga-Niederlagen in Serie geht der Vorjahresfinalist sorgenvoll in das Pokal-Duell am Dienstag beim FC St. Pauli (20.30 Uhr/ARD und Sky). Ein weiterer Rückschlag beim Drittletzten des Fußball-Unterhauses würde die Krise verschärfen. Trainer Jürgen Klopp hofft auf ein Ende des Alptraums: "Die Angst vor dem Nicht-Gewinnen ist bei uns sicher da. Unsere Aufgabe ist es nun, ein positives Selbstbild zu bewahren."

In der Bundesliga sind die Saisonziele bereits nach nur neun Spieltagen nahezu verspielt. Sage und schreibe sechs Niederlagen hat das Dortmunder Starensemble im Fußball-Oberhaus bereits kassiert - so viele wie kein anderer Mitkonkurrent. Unter allen Umständen soll verhindert werden, dass die Misere nun auch auf andere Wettbewerbe übergreift. "Es geht bei uns um Arbeit und den Kampf um Leichtigkeit", sagte Klopp.

Am meisten zu denken gibt die zunehmende Ratlosigkeit. Selbst die Rückkehr lange verletzter Leistungsträger oder diverse Systemumstellungen brachten keine Trendwende. Deshalb erscheint es wahrscheinlich, dass der BVB-Coach im mit 29 063 Besuchern ausverkaufen Millerntor wieder auf die in den vergangenen Jahren bewährte 4-2-3-1-Grundordnung zurückgreift. Immerhin zog sich in der Partie gegen Hannover kein Akteur eine Verletzung zu.

Klopp hofft, dass seine Profis die jüngsten Diskussionen um verpasste Saisonziele ausblenden und sich in den kommenden Wochen voll und ganz auf die nächste Aufgabe konzentrieren: "In solch einer Situation würde überall vom Abstiegskampf gesprochen. Wir werden danach gefragt, ob wir noch Chancen auf die Champions-League haben."
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