Allerdings zum Vorrundenfinale gegen den RSC Anderlecht ohne Sebastian Kehl
BVB auf Mission Gruppensieg

Spannung bei Borussia Dortmund: Steht im letzten Gruppenspiel der Champions-League gegen den RSC Anderlecht wieder Mitchell Langerak (vorne) zwischen den Pfosten oder der zuletzt in der Bundesliga pausierende Roman Weidenfeller? Bild: dpa
In der Bundesliga ist der erste Schritt aus der Abstiegszone getan, in der Champions-League lockt der Gruppensieg. Borussia Dortmund hofft auf ein weiteres ermutigendes Erfolgserlebnis. Schon ein Remis am Dienstag im Duell mit dem RSC Anderlecht (20.45 Uhr/Sky) dürfte ausreichen, um die Tabellenführung in der Königsklasse zu verteidigen. "Wir haben uns diese Führung erarbeitet und wollen sie jetzt auch behalten. Das Spiel hat einen extrem hohen Stellenwert, was die Entwicklung unseres Spiels angeht", sagte Trainer Jürgen Klopp.

Zumindest auf internationaler Bühne könnte die Ausgangslage kaum besser sein. Die bereits für das Achtelfinale qualifizierte Borussia wäre selbst bei einem Remis am Ziel, wenn der Gruppenzweite FC Arsenal nicht mit mindestens sechs Toren Differenz in Istanbul gewinnt. Zwei Wochen nach dem schwachen Auftritt in London (0:2) brennen die BVB-Profis auf Wiedergutmachung. Der fehlende Leitwolf Sebastian Kehl erwartet einen ähnlich beherzten Auftritt wie beim befreienden 1:0 gegen Hoffenheim.

Der erlösende Sieg am Freitag hat den Glauben an eine Trendwende gestärkt. "Nachhaltigkeit ist jetzt das Stichwort. Es geht bis Weihnachten nur darum, Punkte, Punkte, Punkte zu sammeln - um nichts anderes", sagte Sportdirektor Michael Zorc am Montag "Sport Bild Plus". Eine Niederlage gegen die Belgier könnte dieses Vorhaben konterkarieren. Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan gab die Richtung vor: "Wichtig ist, dass wir es am Dienstag mit ähnlicher Überzeugung durchziehen wie gegen Hoffenheim, damit wir für das nächste Bundesligaspiel in Berlin gewappnet sind."

Nicht nur aus psychologischen Gründen stehen die Borussen unter Zugzwang. "Für uns ist es sehr wichtig, Gruppensieger zu werden. Dann treffen wir im Achtelfinale nicht auf einen Ersten aus einer anderen Gruppe", sagte Außenverteidiger Marcel Schmelzer.

Für anhaltende Diskussionen im Vorfeld des Gruppen-Showdowns sorgt die Frage, für welchen Torhüter sich Jürgen Klopp entscheidet. Roman Weidenfeller hat seine Verbannung auf die Ersatzbank im Duell gegen Hoffenheim nach eigenen Aussagen "akzeptiert". Eine dauerhafte Rolle als Nummer 2 hinter Mitch Langerak dürfte beim Weltmeister jedoch auf weniger Verständnis stoßen. Klopp ließ auch nach dem Abschlusstraining offen, ob der etatmäßige Stammkeeper gegen Anderlecht in die Startformation zurückkehrt.
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