Alles oder Nichts für Bayer in Borissow

Eine Vergnügungsreise ist der zweitägige Kurztrip ins 1700 Kilometer entfernte weißrussische Borissow für Bayer Leverkusen sicher nicht. "Wenn die tausend Mühen mit dem Achtelfinaleinzug belohnt werden, nimmt man sie gern in Kauf", meinte Bayer-Cheftrainer Roger Schmidt vor dem Alles-oder-Nichts-Spiel in der Champions-League am Dienstag (18 Uhr/Sky) beim FC Bate. "Wir werden die Strapazen ausblenden und uns konzentrieren. Sie dürfen keine Rolle spielen." Mit einem Sieg könnte der Bundesliga-Sechste aus eigener Kraft das Überwintern in Europas Premiumklasse schaffen. Bei einer Niederlage müsste man wohl sogar die Teilnahme an der Europa-League abschreiben. "Unser großer Traum ist, ins Achtelfinale einzuziehen. Mit zwei Siegen würden wir es sicher schaffen", erklärte Schmidt. "Deshalb fahren wir nach Borissow, um Maximales herauszuholen."

Am Abend stellte sich der Bayer-Trainer im Team-Hotel zusammen mit Admir Mehmedi bei einer Pressekonferenz eigens Fragen der weißrussischen Journalisten und machte den Gastgebern Komplimente.

Vor dem 5. Spieltag führt Titelverteidiger FC Barcelona (10 Punkte) in der Gruppe E vor dem AS Rom (5), Bayer (4) und Borissow (3). Barça könnte gegen die Römer vorzeitig den Gruppensieg fix machen, bevor am 9. Dezember noch das Gastspiel in Leverkusen ansteht.

"Es ist wichtig, drei Punkte in Borissow zu holen. Dann hätten wir ein Endspiel gegen Barcelona", sagt Bayer-Stürmer Admir Mehmedi. "Aber es wird sehr, sehr schwierig, das muss uns klar sein." Der Wille und die Zuversicht, die Runde der besten 16 Clubs Europas noch zu erreichen, ist nach dem 3:1 in Frankfurt zurückgekehrt.
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