Alptraum mit 0:3-Schlappe in Heidenheim fortgesetzt
Club im freien Fall

(dpa Schon nach zehn Minuten verließen die frustrierten Club-Fans aus Protest kurzzeitig das Stadion in Heidenheim, vor dem Schlusspfiff dieser nächsten schlimmen Pleite sangen die mitgereisten Anhänger: "Wir haben die Schnauze voll!". Der so ambitioniert in die Saison gestartete 1. FC Nürnberg befindet sich nach dem zweiten 0:3 in Serie in der 2. Fußball-Bundesliga im freien Fall - inzwischen rangieren die Franken nur noch auf dem Abstiegs-Relegationsplatz 16.

Knapp eine Woche vor der Mitgliederversammlung droht Valerien Ismael, der seine Profis wieder nicht zum Siegen coachen konnte, das Aus. "Wir haben jetzt drei Niederlagen und 0:8-Tore - es kommt viel Arbeit auf uns zu", sagte der glücklose Coach.

Wie schon beim 0:3 in Karlsruhe am vergangenen Sonntag verpatzte der Bundesliga-Absteiger den Beginn vollkommen. Zunächst konnten gleich vier Nürnberger den Heidenheimer Robert Leipertz beim Angriff nicht stoppen, der Marc Schnatterer das 1:0 auflegte (3. Minute). Wenig später zirkelte Schnatterer einen Freistoß vor das Tor, und Kevin Kraus vollendete nahezu unbewacht per Volleyschuss (9.).

Zu diesem Zeitpunkt hatten die leidgeprüften Anhänger des neunmaligen deutschen Meisters dann genug gesehen, viele verließen für einige Zeit die Gästetribüne. Sie verpassten dann zwar eine zumindest engagierte Vorstellung ihrer Truppe - die aber im dritten Spiel nacheinander kein Tor erzielen konnte. Heidenheim dagegen durfte noch einmal jubeln, als Patrick Mayer per Foulelfmeter den Endstand besorgte (60.). FCN-Torwart Raphael Schäfer hatte Florian Niederlechner vor 13 000 Zuschauer im Strafraum zu Fall gebracht.

Damit war die Partie im Prinzip gelaufen, einen weiteren bitteren Rückschlag hielt das Match für die Nürnberger aber doch noch bereit: Kapitän Jan Polak flog 19 Minuten vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz. Er fehlt dem Team damit am kommenden Montag gegen den 1. FC Kaiserslautern. Ob Valerien Ismael dann noch auf der Trainerbank der Nürnberger sitzt, scheint mehr als fraglich.
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