Altenstädter Schwimmer Philipp Wolf will bei deutschen Titelkämpfen persönliche Bestzeiten - ...
Mit Südtiroler Höhenluft in Wuppertal

Philipp Wolf. Bild: Wilck
Wuppertal. (mr/dpa) Die nötige Fitness für die deutschen Meisterschaften im Ruhrpott holten sie sich bei einem Höhentrainingslager - in Südtirol. Die Schwimmer der SG Stadtwerke München, zu der auch Philipp Wolf aus Altenstadt/WN gehört, bereiteten sich zuletzt zehn Tage im Schnalstal auf die deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal vor. Oberhalb von Meran gibt es auf gut 2000 Metern das Örtchen Kurzras mit einem Olympia-Hallenbad, das Profisportlern hervorragendes Training in der Höhe ermöglicht.

Wolf musste hier einiges nachholen. "Ich hatte bis Mitte September Prüfungen an der Uni", erklärt der Oberpfälzer. Danach stürzte sich der 23-Jährige voll ins Training, Wuppertal soll dabei die erste Standortbestimmung in der Olympia-Saison sein, die für die Schwimmer Ende August begonnen hat.

Natürlich ist Rio 2016 weiter Wolfs Traum. Aber: "Ich setzte mich nicht unter Druck. Ich schaue jetzt einfach mal, was in Wuppertal rauskommt." Über die 100 und 200 Meter Freistil wird er in der Schwimmoper ebenso starten, wie über die 100 Meter Rücken und 100 Meter Schmetterling. "Natürlich gilt den 100 Metern Freistil mein Hauptaugenmerk", sagt er. Ihm sei vor allem wichtig, persönliche Bestzeiten zu schwimmen. Eine Medaille wäre natürlich super. "Ich hatte hier schon viele vierte Plätze", blickt Wolf auf die Titelkämpfe auf der 25-Meter-Strecke in den vergangenen Jahren zurück. Gute Chancen auf Edelmetall hat der Altenstädter aber mit seinen Teamkollegen in den Staffel-Wettbewerben. "Da könnte durchaus etwas drin sein."

Für Weltmeister Marco Koch war schon am Donnerstag bei den Titelkämpfen etwas drin. Er bot gleich zum Auftakt der Meisterschaften eine glänzende Vorstellung. Über 400 Meter Lagen verbesserte der 25-Jährige aus Darmstadt den fünf Jahre alten deutschen Rekord von Yannick Lebherz gleich um 3,21 Sekunden. Der Weltmeister über die 200 Meter Brust schlug auf seiner Nebenstrecke nach 4:01,87 Minuten an. "Jetzt brauche ich erst einmal ein Sauerstoffzelt. Nach den hessischen Meisterschaften, bei denen ich schon 4:06 Minuten geschwommen bin, wusste ich, dass es noch schneller geht. Ich habe dann eine Woche lang Lagen trainiert. In diesem Jahr läuft es für mich richtig gut", sagte Koch nach dem Coup. Seine Spezialstrecke 200 Meter Brust hat für den Europa- und Weltmeister auf der Langbahn aber weiter Priorität: "Die 400 Meter Lagen werde ich aber in Rio auf keinen Fall schwimmen."

Koch plant einen Start bei der Kurzbahn-EM (2. bis 6. Dezember) in Israel. Chefbundestrainer Henning Lambertz stellt den Sportlern frei, ob sie angesichts der Sicherheitslage fahren wollen oder nicht. Nach seinen Angaben haben 13 von 25 Athleten aus dem Olympia-Kader erklärt, aufgrund der aktuellen Sicherheitslage nicht fahren zu wollen.
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