Am legendären Holmenkollen Podestplatz verpasst, aber Dritte im Gesamtweltcup
Vogt schafft letztes Saisonziel

Zwei WM-Titel, zwei Weltcup-Siege und Platz drei im Gesamtweltcup - Skispringerin Carina Vogt hat die beste Saison ihrer Karriere beendet. Dass beim Saison-Finale am Freitag in Oslo kein Podestplatz heraussprang, war für die Degenfelderin zu verschmerzen. Sie musste sich beim Wettbewerb von der Großschanze mit Platz vier begnügen. Für Sprünge auf 125 und 121 Meter erhielt sie 239,5 Punkte.

Siegerin am Holmenkollen wurde die Japanerin Sara Takanashi mit 263,8 Punkten vor der Amerikanerin Sarah Hendrickson, die im zweiten Durchgang mit 128,5 Metern die Tagesbestweite erreichte. Dritte wurde Taylor Henrich aus Kanada. Den Gesamtweltcup gewann die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz, die Fünfte wurde.

"Wir konnten leider im Vorfeld dieses Springens nicht so auf Großschanzen trainieren, wie wir das gern gehabt hätten. Mit mehr Großschanzen-Sprüngen hätte Carina vielleicht auch in den Kampf um den Sieg eintreten können", sagte Bundestrainer Andreas Bauer. Zufrieden war er mit seiner Vorzeige-Springerin allemal. "Sie hat einen ordentlichen Wettbewerb abgeliefert und den dritten Rang im Gesamtweltcup ganz sicher behauptet. Und das, obwohl wir vor der WM auf zwei Weltcup-Springen verzichtet hatten", lobte Bauer.

Für die Zukunft sieht er eine gute deutsche Mannschaft wachsen. "Wir haben talentierten Nachwuchs, den wir jetzt geschickt in die Kaderplanung einbauen müssen", bemerkte der Oberstdorfer. Hinter Vogt und Mixed-Weltmeisterin Katarina Althaus, die beim Finale Platz 20 erreichte, klafft seiner Meinung nach im A-Kader noch eine etwas zu große Lücke. "Die müssen wir schließen. Das wird die Aufgabe schon jetzt mit Blickrichtung Olympia 2018 sein", erklärte Bauer.
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