Amberg kickt Weiden raus

Die Amberger Abwehr stand über weite Strecken des Pokal-Derbys solide. Einige Wackler hatte der Regionalligist in einer 20-minütigen Phase vor der Halbzeit, als die SpVgg SV zu einigen Chancen kam. Bild: Eger

Der FC Amberg steht im Achtelfinale des bayerischen Toto-Pokals. Der Regionalligist wurde seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich im Derby bei der SpVgg SV Weiden mit 2:0 (1:0) durch.

Weiden. (af) Nichts war's mit der Pokal-Überraschung im Sparda-Bank-Stadion: Vor dem Anpfiff hatte die SpVgg SV Weiden noch die Hoffnung gehegt, den klassenhöheren Nachbarn mit ein bisschen Glück aus dem Pokal-Wettbewerb kicken zu können. Aber dem Bayernligisten halfen weder der Heimvorteil noch lobenswerter Kampfgeist. Und auch die Erinnerung an letztjährige Pokalerfolge reichte als Triebfeder für neue Heldentaten nicht aus.

Die Gastgeber nahmen am Dienstagabend vor offiziell 910 Zuschauern zwar den Kampf an. In den entscheidenden Phasen zeigte sich aber, dass sich die Kräfteverhältnisse binnen kurzer Zeit verschoben haben. Während beide Mannschaften vor wenigen Monaten noch auf Augenhöhe agierten, gab es diesmal am unterm Strich verdienten Amberger Sieg nichts zu deuteln.

Chancen nicht genutzt

"Das war über 90 Minuten eine sehr souveräne Vorstellung meines Teams", befand FC-Trainer Timo Rost nach dem Schlusspfiff. Er hatte lediglich eines zu bemängeln: "Wir hätten mehr Tore machen müssen." Auch sein Gegenüber Tomás Galásek schlug in die gleiche Kerbe: "Auch wenn für uns die Niederlage enttäuschend ist, so geht der Sieg für Amberg doch in Ordnung. Unser Problem bleibt die Chancenverwertung."

Beide Teams hatten zu Beginn Mühe, in die Partie zu finden. Amberg versuchte, über Ballbesitz Kontrolle herzustellen, während Weiden zunächst abwartend agierte. Mit seiner ersten Chance ging der Favorit in Führung. Die Defensive der Gastgeber hatte den pfeilschnellen Junior Torunarigha einen Moment aus den Augen gelassen, der FC-Neuzugang nahm einen Flankenball aus dem Halbfeld ungehindert auf und schob aus sieben Metern zum 0:1 ein (14.).

Der Rückstand war wie ein Weckruf für die Schwarz-Blauen. Nach gut 20 Minuten legten sie den Respekt ab und forcierten ihre Offensivaktionen. Bis zur Pause hatte die Heimelf mehrmals den Ausgleich auf dem Fuß. FC-Torwart Matthias Götz rettete gegen Christoph Hegenbart (26.) und bei einem 25-Meter-Schuss von Michael Riester (31.). Kurz vor der Pause schien das 1:1 fällig, aber Brandon Ruiz und Hegenbart scheiterten an der vielbeinigen FC-Abwehr(44.). Von den Ambergern war nach ihrem Treffer wenig zu sehen, der Regionalligist kam nur sporadisch in die Nähe des Weidener Strafraums.

Amberg nun stärker

Dies änderte sich mit Beginn der zweiten Hälfte. Die Vilsstädter investierten nun deutlich mehr in das Derby und wurden dafür belohnt. Nach einem feinen Doppelpass mit Sven Seitz traf Marco Wiedmann aus 15 Metern mit einem Flachschuss zum 0:2 (56.) - die frühe Vorentscheidung. Der FC erarbeitete sich danach dicke Möglichkeiten, die Weidener Abwehr hatte Schwerstarbeit zu leisten. Wiedmann, Torunarigha und Michael Dietl fanden bei ihren Gewaltschüssen in Forster ihren Meister.

Zu diesem Zeitpunkt hatten mit Thomas Wildenauer und Matthias Heckenberger zwei Weidener Aktivposten das Feld bereits verlassen. Der Bayernligist gab nicht auf und hatte in der Schlussphase ein, zwei gute Möglichkeiten. Der Anschlusstreffer blieb der SpVgg SV jedoch gegen eine konzentriert arbeitende FC-Defensive versagt.

Wer im Achtelfinale am 1./2. September der Gegner des FC Amberg, entscheidet sich am Freitag oder Samstag. Die Auslosung findet nach einem noch zu bestimmenden Regionalligaspiel statt.
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